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Verschnaufpause auf dem Sattel

Fahrradfest. Uwe Düvel, Ausbildungsleiter derDrewag, animiert zum Mitstrampeln.

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Von Ivette Wagner

Der Feierabend gestaltet sich bei Uwe Düvel manchmal so: Erst entledigt er sich der Krawatte, dann schält er sich aus Hemd und Hose, steigt später in seine Kluft. „Mit Kollegen starte ich nach Rathen“, sagt der Drewag-Ausbildungsleiter. 40 Minuten dauert dieser Fahrrad-Ritt, nach einer kurzen Verschnaufpause geht es wieder zurück Richtung Dresden. Bei dieser schweißtreibenden Angelegenheit kann der 43-Jährige wunderbar ausspannen.

Vor seinem Büro parkt allerdings ein Auto. „Ich betreibe Radfahren eher aus sportlicher Sicht“, sagt Düvel. Zwei- bis dreimal in der Woche schwingt sich Düvel auf sein Mountainbike. Verschiedene Routen Richtung Borthen oder ins Vorerzgebirge hat er im Kopf. „Wichtig ist mir, dass es durchs Gelände geht, ein bisschen bergig ist.“

Beim SZ-Fahrradfest am 24. Juli tritt er bereits zum vierten Mal in die Pedale. Er absolviert wie seine Kollegen die 75 Kilometer-Strecke. „Das entspricht in etwa der Distanz, die ich auch am Wochenende fahre“, sagt Uwe Düvel. In diesem Jahr werden im Tross der Drahtesel-Fans auch etwa 30 Azubis des Drewag-Ausbildungszentrums sein, wo insgesamt 130 junge Leute Berufe wie Anlagenmechaniker, Mechatroniker, Elektroniker oder Industriekaufmann lernen. „Es sind unter den Fahrern welche dabei, die im Verein trainieren und die längste Strecke in Angriff nehmen, aber auch einige, die kürzere Distanzen gewählt haben.“

Für Uwe Düvel gibt es bis zum Fahrradfest noch ein Problem zu lösen. Er möchte sich ein neues Fahrrad anschaffen. „Nach sieben Jahren mit meinem Mountainbike ist es an der Zeit, mal neue Technik auszuprobieren.“ Ein bisschen komfortabler soll das neue Sportgerät sein und im Gelände sicherer. Apropos Sicherheit: Düvel wird sich auch einen Helm aussuchen. „Als Erwachsener ist man Vorbild, gerade für Kinder. Es ist wichtig zu zeigen, dass ein Kopfschutz unbedingt zum Fahrradfahren gehört, genau wie ein Helm zum Motorrad.“