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Versorger rüstet Photovoltaikanlagen um

Spannungsschwankungen und damit Versorgungsprobleme beim Strom sollen verringert werden. Deshalb rüstet der Partner der Energieversorgung Sachsen Ost, die Enso Netz, ältere Photovoltaikanlagen um. Im Landkreis betrifft das 287 Anlagen.

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Spannungsschwankungen und damit Versorgungsprobleme beim Strom sollen verringert werden. Deshalb rüstet der Partner der Energieversorgung Sachsen Ost, die Enso Netz, ältere Photovoltaikanlagen um.

Im Landkreis betrifft das 287 Anlagen. Die Umrüstung sei für die Betreiber kostenlos, so das Unternehmen. Kleine Anlagen mit bis 10 kW Leistung, wie sie auf Eigenheimen installiert sind, seien von der Aktion nicht betroffen. Auch solche, die ab Januar 2012 in Betrieb gingen, seien bereits auf dem neuesten Stand. Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 kW wurden bereits 2013 umgerüstet. Jetzt sind Photovoltaikanlagen mit mehr als 30 kW Leistung (bis 31. Mai) und danach Anlagen mit mehr als 10 kW (bis Jahresende) an der Reihe.

Hinter der Neuregelung steht ein technisches Problem: Ältere Photovoltaikanlagen trennten sich bisher automatisch vom Netz, sobald die Frequenz des Stromnetzes 50,2 Hetz überschritt. Passiert das bei vielen großen Anlagen gleichzeitig, können Spannungsschwankungen zu erheblichen Risiken für den Netzbetrieb führen, erklärt die Enso. Die technischen Veränderungen – Umprogrammierung oder Austausch von Bauteilen – wirken dieser Gefahr entgegen. Somit werde erreicht, dass die Anlagen in einem schrittweisen Prozess individuell vom Netz gehen. (SZ)