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Zittau

Verurteilter Dieb lässt Verhandlung platzen

Ein vorbestrafter Mann sollte wegen seiner Taten in Zittau und Hirschfelde insgesamt zwei Jahre ins Gefängnis. Er ging dagegen in Berufung, kam nur nicht zum Prozess.

Symbolbild.
Symbolbild. © Symbolbild: dpa

Eine vom Angeklagten selbst eingelegte Berufung vor dem Görlitzer Landgericht ist auch beim zweiten Mal ins Leere gelaufen. Weil der 26-Jährige zum Prozesstermin trotz nachweislicher Ladung nicht erschien, gelten nun die Urteile des Zittauer Amtsgerichts wegen Diebstahls. Außerdem muss er die Kosten des Verfahrens tragen. 

Seine Taten in Zittau und Hirschfelde räumte der Pole schon zum damals vollumfänglich ein. Trotzdem wollte er Strafnachlass und legte Berufung ein. Schon zum ersten Termin erschien der Angeklagte nicht. Da dem Görlitzer Landgericht jedoch kein Zustellungsnachweis für die Ladung vorlag, musste ein neuer gefunden werden. Auch den zweiten Termin ließ der 26-Jährige platzen, obwohl er die Ladung dieses Mal persönlich empfangen hat.

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Der Mann ist in Polen bereits wiederholt und einschlägig wegen Diebstählen in Erscheinung getreten und bringt als Vorbestrafter auch Hafterfahrung mit. Die deutschen Gerichte, insbesondere das Zittauer, musste sich schon mehrfach mit ihm befassen. Bisher war er aber immer wieder mit Bewährungsstrafen davon gekommen. 

Den Ermittlungen zu Folge soll der Angeklagte im August 2014 an gemeinschaftlichen Diebstählen, unter anderem in der Chopinstraße, beteiligt gewesen sein. Dabei kam lediglich eine Arbeitsjacke weg. Nur drei Tage später gab es einen Diebstahl in Hirschfelde. Aus einem Hobbyraum eines Vier-Seiten-Hofes in Hirschfelde wurden Computerspiele, Luftgewehre, Ladegeräte und eine Reihe anderer verwertbarer Sachen im Gesamtwert von etwa 8.000 Euro gestohlen. 

In den Verhandlungen vor dem Zittauer Amtsgericht ließ sich der 26-Jährige auf die Tatvorwürfe ein. Das verurteilte ihn im ersten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und in einem zweiten Verfahren zu 18 Monaten Freiheitsentzug. Gegen beide Urteile ging er aber in Berufung. In dem Verfahren sollte auch über das Gesamtstrafmaß entschieden werden. Da der Pole aber wiederholt nicht zum Termin erschien, auch sein Verteidiger keinen Kontakt zu ihm herstellen konnte und zudem nicht über eine Vertretungsvollmacht verfügte, verwarf das Gericht die Berufung.

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