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Verwirrspiel um die Straßenbahn

Erst sichert die Stadt der Bahn eine Zukunft in Görlitz zu. Jetzt relativiert OB Deinege.

Von Sebastian Beutler

Oberbürgermeister Siegfried Deinege ist von Äußerungen seines Amtsleiters für Stadtentwicklung, Hartmut Wilke, zur Zukunft der Görlitzer Straßenbahn abgerückt. Wilke hatte auf einem Nahverkehrsforum jüngst im Schlesischen Museum erklärt, dass es keinen Anlass gebe, darüber nachzudenken, dass es die Straßenbahn einmal nicht mehr geben könnte. Sie sei tief in der Görlitzer Bevölkerung verankert. Wilke erklärte weiter und nach seinen Aussagen auch im Auftrag des Oberbürgermeisters: „Ich versichere, dass die Straßenbahn über 2017 hinaus weiterentwickelt wird.“ Deinege erklärte nun vor dem Stadtrat, dass Wilke lediglich ausdrücken wollte, dass er den politischen Willen der anwesenden Kommunalpolitiker beim Forum zum Erhalt der Straßenbahn zur Kenntnis genommen habe. Weitergehende Versprechen habe er aber nicht geäußert. Die Anwesenden des Forums hatten Wilke aber ganz anders als Deinege verstanden, der beim Forum nicht dabei war. So erklärte auf Wilkes Versicherungen hin damals der Chef der Verkehrsgesellschaft Görlitz, Frank Müller: „In solcher Deutlichkeit hat das noch niemand gesagt.“

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Die Diskussion um die Zukunft der Görlitzer Straßenbahn rankt sich um den 2017 auslaufenden Finanzierungsvertrag mit der Stadt Görlitz und zugleich um den Rückzug von Veolia Verkehr aus örtlichen Verkehrsbetrieben.