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Verzögerungen bei der Müllabfuhr in Hartha

Am Montag sollte turnusmäßig die gelbe Tonne abgeholt werden. Doch die blieb auch in den Ortsteilen voll. Wo liegt das Problem?

Symbolfoto
Symbolfoto © Ronald Bonß

Hartha. Eigentlich sollte am Montag die gelbe Tonne wieder pünktlich in Hartha abgeholt werden. Doch das verzögerte sich um einen Tag. Grund dafür ist nicht etwa ein kaputtes Auto oder das Coronavirus, sondern ein Problem mit dem Personal.

Wie der Geschäftsführer Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen mbH (EKM) Jens Irmer mitteilt, bekam auf der Tour am Montag ein Kollege gesundheitliche Beschwerden. Er musste nach Hause geschickt werden. Der Beifahrer fiel somit aus. "Der Fahrer des Fahrzeugs versuchte im Anschluss noch, eigenständig die Tonnen zu leeren, was jedoch nicht überall klappte", so Irmer. "Ersatz konnte in der Kürze der Zeit auch nicht aufgetrieben werden."

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Somit mussten die Tonnen stehen bleiben. Im Laufe des Dienstages wurde die Tour durch die Stadt sowie alle Ortsteile jedoch nachgeholt, versichert der Geschäftsführer. "Die Tour startete bereits um 4.30 Uhr, damit alles geschafft werden konnte", erklärt Jens Irmer. Dafür hätte die Gesellschaft derzeit eine Sondererlaubnis. Auch die Kommune sei über die Verzögerungen informiert worden.

Geschäftsführer: "Personal ist derzeit eng"

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Aufgrund vieler Langzeitkranken derzeit kann zum Teil ein sofortiger Ersatz nicht aufgetrieben werden. Hinzu kommt, dass Berufskraftfahrer für die Müllautos auf dem Arbeitsmarkt schwer zu finden sind. Bereits vor der Corona-Pandemie war das ein Problem, auch für die EKM. "Personal ist derzeit eng", meint der Geschäftsführer. "Wir werden sehen, wie die Lage nach Corona ist." Am kommenden Freitag soll jedoch bereits neues Personal eingestellt werden.

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