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VfL Pirna-Copitz gewinnt gegen Großenhain

Fußball: Im zweiten Landesliga-Spiel haben die Pirnaer mehr Erfolg. Motor Wilsdruff verliert in Bautzen 0:5. Budissa ist der nächste Gegner für Pirna.

Kein Durchkommen für die Großenhainer: Erik Prentki (rechts) und Philipp Kötzsch (Nr. 20) sind zur Stelle.
Kein Durchkommen für die Großenhainer: Erik Prentki (rechts) und Philipp Kötzsch (Nr. 20) sind zur Stelle. © Matthias Kost

Das war genau die richtige Antwort. Eine Woche nach dem Fehlstart in die Landesliga-Saison zu Hause gegen den SV Germania Mittweida (1:2), hat der VfL Pirna-Copitz den ersten Dreier eingefahren. Die Mannschaft des Trainerduos Frank Paulus und Enrico Mühle gewann in der Großenhainer Jahnkampfbahn mit 2:0 (1:0). Stefan Höer (14.) und Richard Scykalka (83.) erzielten vor 200 Zuschauern die VfL-Treffer. „Die Partie kann auch 2:2 oder 3:3 ausgehen“, gab Paulus unumwunden zu. „Aber diesmal hatten wir nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Die Großenhainer verzeichneten einige Möglichkeiten zum Ausgleich, aber in der Schlussphase konnten wir dann einen Konter noch erfolgreich abschließen.“

Das Großenhainer Unterfangen, mit langen Bällen auf die Spitzen Torsten Marx und Clemens Krüger das Glück zu versuchen, ging nicht auf¨ – VfL-Torwart Ron Wochnik erwies sich über die gesamte Spielzeit als „Turm in der Schlacht“ und holte sämtliche Bälle herunter. Nach knapp einer Viertelstunde trafen die Gäste den GFV mitten ins Herz. Bei einem Eckball stand Stefan Höer am Fünfmeterraum sträflich frei und konnte mühelos ins kurze Eck köpfen. „Das darf so nicht passieren“, haderte der Großenhainer Trainer Thomas Kupper mit dem Deckungsverhalten seiner Schützlinge. GFV-Kapitän Eric Bachmann und Thomas Kutsche vergaben anschließend hochkarätige Chancen zum Ausgleich. Auf der anderen Seite hatten die Gastgeber allerdings auch zweimal Glück, als Torhüter Mirko Roßmüller mit Glanzparade und dann Max Kirsche mit Ganzkörperabwehr einen höheren Pausenrückstand verhinderten.

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Nach dem Wechsel erhöhten die Hausherren das Tempo. Gleich dreimal rasierte das Leder den Pfosten des Pirnaer Tores (Marx, Schäfer), ansonsten blieb Wochnik immer der Sieger. VfL-Co-Trainer Enrico Mühle sah nach dem Spiel das Konzept bestätigt: „Wir wollten defensiv besser als vor einer Woche stehen und vorn mit unseren schnellen Leuten punkten. Das hat geklappt.“ Kollege Kupper bezeichnete den Spielausgang als „ein bisschen glücklich“ für die Gäste. Aber: „Wir hätten noch 90 Minuten spielen können, ohne dass wir ein Tor geschossen hätten.“

Bautzen gastiert im Tröger-Stadion

Am kommenden Samstag gastiert Budissa Bautzen im Pirnaer Willy-Tröger-Stadion. Der Regionalliga-Absteiger feierte zu Hause vor 350 Zuschauern einen 5:0 (4:0)-Kantersieg über Neuling Motor Wilsdruff. Die Spreestädter begannen wie die Feuerwehr. Schon nach 180 Sekunden zeigte der Dresdner Schiedsrichter Martin Wadewitz auf den Elfmeterpunkt, aber Torhüter Michael Arnold parierte den von Joseph Gröschke geschossenen Strafstoß glänzend. An Mangel an Beschäftigung konnte sich Michael Arnold auch danach nicht beklagen, dennoch musste er bis zur Pause das Leder viermal aus dem Netz holen. Tom Hagemann (8., 45./Foulelfmeter), Julien Hentsch (30.) und Max Kubitz (32.) erzielten die Tore. Zudem traf der überragende Hagemann auch noch den Pfosten (15.). Motor konnte offensiv kaum Akzente setzen. „Zur Pause hätten wir auch 7:0 führen können, aber mit Michael Arnold hat Wilsdruff einen sehr, sehr guten Keeper im Tor. Der wird Motor in dieser Saison sicher den einen oder anderen Punkt festhalten“, stellte Budissas Coach Thomas Hentschel später fest. Bis zur 71. Minute blieb Motor dann ohne Gegentor, ehe Danny Gärtner für den Endstand sorgte.

Die Wilsdruffer empfangen am 3. Spieltag die Kickers aus Markkleeberg, die zu Hause gegen Neuling LSV Neustadt/Spree mit 0:2 unterlagen. Paszlinski (75.) und Dziedzic (90.+3) sorgten für die späten Tore. An der Tabellenspitze hat sich der FC 1910 Lößnitz eingefunden, der sein Heimspiel gegen Niesky überzeugend mit 4:0 gewann. Dagegen musste sich Vizemeister Einheit Kamenz zu Hause gegen Aufsteiger Blau-Weiß Leipzig trotz einer Vielzahl hochkarätiger Chancen mit einem torlosen Remis begnügen. Die Radebeuler kamen zu Hause gegen die SG Taucha nach einem Eigentor von Erik Talke völlig von der Rolle und verloren mit 0:3.

Die BSG Stahl Riesa kassierte nach dem Pokal-Aus in Königswartha und der Niederlage zum Landesliga-Auftakt gegen Neusalza-Spremberg (0:2) in Mittweida die dritte Pflichtspiel-Schlappe infolge (0:3). Neusalza kam zu Hause gegen Handwerk Rabenstein trotz zweimaligem Rückstand zu einem 4:2-Erfolg. Lukas Bouska (2), Paul Jockusch und Radoslaw Sarelo sicherten den zweiten Saisonsieg und damit Tabellenplatz zwei hinter Spitzenreiter FC 1910 Lößnitz.

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