merken
PLUS

Pirna

VfL Pirna lockt Spielmacher aus Wilsdruff

Philip Heineccius kommt vom Aufsteiger SG Motor Wilsdruff. Der gebürtige Zwickauer spielte auch schon in der Regionalliga.

Der 31 Jahre alte Philip Heineccius bringt die Erfahrung von 109 Regionalliga- und Oberliga-Partien mit zum VfL Pirna-Copitz.
Der 31 Jahre alte Philip Heineccius bringt die Erfahrung von 109 Regionalliga- und Oberliga-Partien mit zum VfL Pirna-Copitz. © Ronald Bonß

Der VfL Pirna-Copitz sorgt wie schon im Vorjahr für Aufmerksamkeit auf dem Transfermarkt. Hatten die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten 2018 gleich vier Spieler vom Oberliga-Absteiger SV Einheit Kamenz abgeworben, so wurde der VfL nun beim neuen Liga-Kontrahenten SG Motor Wilsdruff fündig.

 Philip Heineccius, 31 Jahre alter Spielemacher, wechselt aus dem Parkstadion ins Willy-Tröger-Stadion. Während es von Pirnaer Seite noch keine offizielle Information gibt, bestätigte der Wilsdruffer Trainer Paul Rabe in einem SZ-Interview den Wechsel. „Ja, Philip verlässt uns nach einem Jahr wieder und spielt in der neuen Serie für den VfL.“

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Heineccius, der wie sein zukünftiger VfL-Mitspieler Kay Weska auch noch mit dem SC Borea Dresden in der Futsal-Regionalliga spielt und diesen auch als Trainer betreut, wird seit Jahren heiß umworben. „Philip ist ein Spieler, der durch seine individuelle Stärke und Vielseitigkeit den Unterschied in einem einzigen Spiel ausmachen kann“, sagt Matthias Müller, ehemaliger DDR-Auswahlspieler. Der 64-Jährige muss es wissen, schließlich hatte er Heineccius bis 2018 beim Sachsenligisten Radebeuler BC unter seinen Fittichen, bevor der nach Wilsdruff ging und mit Motor Vizemeister der Landesklasse Mitte (und damit Aufsteiger) wurde.

Aus der Landes- in die Regionalliga

Bis vor drei Jahren kickte Heineccius noch für die FSV Budissa Bautzen in der Regionalliga Nordost. Am 19. Februar 1988 geboren, begann er in Zwickau mit dem Fußball spielen. Sein Vater Jens stürmte für den FSV in der DDR-Oberliga und später sogar bis in die 2. Bundesliga. Regelmäßig besucht der 53-jährige die Spiele seines Sohnes, „wobei er zu Neugersdorfer Zeiten meistens bei den Auswärtspartien zuschauen war, weil es von Zwickau bis in die Oberlausitz eine recht große Distanz ist“. Heineccius meint seine Zeit beim FC Oberlausitz Neugersdorf, für den er von 2011 bis 2015 die Töppen schnürte und mit dem er aus der Landes- bis in die Regionalliga aufstieg.

Zuvor hatte der Allrounder in Dresden an der Sportschule sowie beim FV Dresden-Nord den technischen Feinschliff erhalten. Bereits mit 18 Jahren debütierte er in der Männer-Oberliga, ehe er 2010 für ein Jahr zu Stahl Riesa wechselte. Nach dem Abschluss seines Dual-Studiums an der Berufsakademie in Bautzen war er in einem Unternehmen des Neugersdorfer Ex-Präsidenten Ernst Lieb im Bereich Controlling tätig. „Als ich wusste, dass mir der FCO keinen neuen Vertrag anbietet, wollte ich versuchen, erst einmal nur mit Fußballspielen mein Geld zu verdienen. Aber passende Angebote gab es 2015 nicht.“ Er zog zu seiner Freundin nach Radebeul, hielt sich in Bautzen fit und bekam schließlich bei Budissa einen Vertrag.

Verletzungen warfen ihn zurück und er löste seinen bis 2017 laufenden Kontrakt bei den Spreestädtern vorzeitig auf. „Ich denke, er könnte immer noch locker in der Oberliga spielen“, glaubt „Lotte“ Müller. In Pirna darf man sich auf einen außergewöhnlichen Spieler freuen, der von den meisten Leute nur „Henne“ gerufen wird.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/ort/pirna und www.sächsische.de/ort/sebnitz vorbei.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.