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VfL-Reserve will auf Kreispokal verzichten

Im August soll auch das Endspiel im hiesigen Fußballpokal gespielt werden. Der Copitzer-Vorstand sieht in dem späten Termin Wettbewerbsverzerrung.

Der Copitzer John Braun (2. v. r.) traf gegen den 1. FC Pirna vom Punkt. Die Niederlage des VfL II konnte er mit dem Tor aber nicht abwenden.
Der Copitzer John Braun (2. v. r.) traf gegen den 1. FC Pirna vom Punkt. Die Niederlage des VfL II konnte er mit dem Tor aber nicht abwenden. © Norbert Millauer

Nach monatelanger Abstinenz kehrt der Fußballalltag langsam auch auf die regionalen Sportplätze zurück. Zwar gelten sowohl beim Training als auch bei den ersten Testspielen noch die durch Corona bedingten Einschränkungen, aber der Ball rollt wieder. Der 1. FC Pirna und der VfL Pirna-Copitz II standen sich auf dem Sonnenstein zu einem Testkick gegenüber. Die Gastgeber siegten mit 3:1 (2:1).

„Es war ein netter Fußballabend. Das Spiel war ausgesprochen fair, obwohl man den Jungs schon angemerkt hat, wie heiß sie auf eine Fußballpartie unter Wettkampfcharakter waren. Einige sind buchstäblich bis zu Wadenkrämpfen gerannt“, sagte 1. FC-Trainer Thomas Warschkow. Sein Gegenüber Holger Weinhold pflichtete ihm bei: „Es tat allen gut, wieder einmal ein Spiel zu absolvieren. Das Ergebnis ist dabei zweitrangig.“ Seine Elf geriet schon früh durch Tom Mattern (10.) und Marcus Kaufmann (14.) in Rückstand. John Braun verwandelte in der 19. Minute einen Foulelfmeter zum Anschluss. Kaufmanns zweiter Streich in der 85. Minute führte zum 3:1-Endstand.

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In den Reihen der Copitzer Landesliga-Reserve standen mit Tom Blazek, Philipp Kreische und Marlon Kühn drei A-Jugendliche. Wieder in das Team zurückgekehrt sind Tim Unger und Robert Ziska. „Beide brauchen aber noch etwas Trainingszeit, haben deshalb noch nicht mitgespielt“, erklärt Weinhold. Unger pausierte zuletzt wegen seiner Ausbildung, Ziska weilte für ein Jahr in Australien. Dafür ist Tormann Tom Tippner aus der Copitzer A-Jugend zur SG Striesen zurückgekehrt.

Noch keine neuen Personalien gibt es beim Kreisoberliga-Zweiten 1. FC Pirna zu vermelden. „Momentan laufen da einige Gespräche. Ich bin ganz zuversichtlich, dass der Kader zusammenbleibt“, hofft Warschkow. Unmut herrscht beim 53 Jahre alten Coach über die Ansetzungen der Kreispokalhalbfinals und des Endspiels. Am Wochenende des 15./16. August sollen die Halbfinale gespielt werden, eine Woche später (22.8.) folgt das Finale. Der 1. FC trifft dabei auf den SSV Neustadt, Copitz II müsste nach Kreischa fahren. „Diese Termine passen überhaupt nicht in die Vorbereitungszeit. Die Tendenz geht dahin, dass Anfang September die neue Saison beginnen wird und wir spielen dann noch den Pokal der alten Saison aus“, sagt Warschkow.

Endspiel möglichst mit Zuschauern

Der Fußball-Kreisverband begründet diese Terminierung mit den dann hoffentlich gelockerten Kontaktbeschränkungen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir wollen ein fetziges Endspiel präsentieren, natürlich mit Zuschauern. Davon lebt doch unser Fußball“, erklärt Präsident Julian Schiebe. Inzwischen hat allerdings der Vorstand des VfL Pirna-Copitz bereits beschlossen, im August im Halbfinale in Kreischa nicht antreten zu wollen. „Das ist doch Wettbewerbsverzerrung. Da sind schon neue Spieler in den Mannschaften und man spielt noch den Pokal der Vorsaison. Wir werden darauf verzichten“, stellt Weinhold klar. Als Spielort für das, vor der Coronakrise im Juni anberaumte Finale, war eigentlich das Willy-Tröger-Stadion in Copitz geplant. Nun wird noch ein neuer Gastgeber für das Endspiel gesucht.

Feststehen dagegen die Aufsteiger für die kommende Saison. Chemie Dohna wird in der Landesklasse spielen, der SV Rabenau kommt aus der Kreisliga A in die Kreisoberliga. Nach langen Gesprächen innerhalb des Vereins hat auch die dritte Garnitur des VfL Pirna-Copitz unter Trainer Mario Henneberger dem Aufstieg aus der Kreisliga B in die A zugestimmt. Aus den Kreisklassen Ost und West treten SC Einheit Bahratal/Berggießhübel sowie TSV Seifersdorf den Gang in die Kreisliga B an. Sein letztes offizielles Spiel bestritt Blau/Weiß Stahl Freital II am Sonnabend. Nach der Fusion der Vereine aus Hainsberg, Stahl und Motor Freital laufen die Kreisoberliga-Kicker in Zukunft unter dem Namen Sportclub Freital III auf. Gegen den SV Pesterwitz gab es durch Tore von Florian Braune und Martin Dammmüller einen 2:0-Sieg.

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