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Viel Lob für den künstlerischen Nachwuchs

Am Freitag wurde in Radeberg der Rosso-Majores-Preis vergeben. 104 Arbeiten waren dafür eingereicht worden.

Von Bernd Goldammer

Am vergangenen Freitagnachmittag ließ Dr. Peter Lunze, der Vorsitzende des Kunstkreises Radeberg seine Blicke besonders gern im Radeberger Ratssaal schweifen. Warum ihm dabei so viel Freude ins Gesicht geschrieben ist erfahren die Besucher wenige Minuten später. „Heute ist nun bereits die 9. Verleihung unseres Rosso-Majores-Preises. Aber so voll wie heute war unser Ratssaal noch nie“, hob er in seiner Begrüßungsrede hervor. Auch die Resonanz sei erfreulich gewesen. 104 Arbeiten sind der diesjährigen Jury zur Bewertung eingereicht worden. 47 von ihnen seien durch das Gremium besonders hervorgehoben worden. Obwohl die Ausgangspunkte und Voraussetzungen unterschiedlich waren. Das kommt nicht von ungefähr. Die Kunsterzieher in den unterschiedlichen Schulen der Stadt arbeiten engagiert auf die Preisverleihung und die anschließende Ausstellung im Rathaus hin.

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Viele verschiedene Stile

Sie ist ein Höhepunkt im Jahreslauf des Radeberger Kulturlebens. Ihr Stellenwert ergibt sich auch aus dem anhaltenden öffentlichen Interesse, das schon die zurückliegenden Ausstellungen auf sich ziehen konnten. Und das hat sicher auch mit der enormen technischen Bandbreite der ausgestellten Arbeiten zu tun. Seit Freitag erleben die teilnehmenden Schüler nun wieder rege Beachtung ihrer Kreativität und vor allem die Wertschätzung an dem, was sie mit unterschiedlichsten Farben, Techniken und Materialen zu Papier gebracht, oder zu Plastiken geformt haben.

Künstlerische Fantasie aus unterschiedlichsten Perspektiven ist erlebbar. Das einzigartige Merkmal des Rosso-Majores-Preises in Radeberg ist nämlich die gelungene Einbeziehung aller Schulen. Auch wenn Sichtweisen und Arbeitsstil unterschiedlich sind, der Zauber der künstlerischen Selbstbetätigung ermutigt. „Beachten schult das Achten“ kam Dr. Peter Lunze auf pädagogische Aspekte des Rosso-Majores- Preises zu sprechen. „Mit unseren Ausstellungen wollen wir immer wieder zeigen, was für tolle Künstler in Euch allen stecken können“ bringt er das Anliegen all dieses Aufwandes auf den Punkt. Das müsse man nur zeigen, und würdig präsentieren.

Speckstein-Skulpturen kommen an

Bei der Danksagung an die Jury erinnert Lunze an den verstorbenen Radeberger Bildhauer Detlef Herrmann. An die Schüler des Humboldtgymnasiums gewandt, stellt er fest: „Über Eure Speckstein-Skulpturen hätte er sich sehr gefreut. Sie sind unser Ausstellungsschwerpunkt in diesem Jahr“. Auch auf den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung wies er hin. Hierbei handelt es sich um sechs große Maltafeln von Schülerinnen und Schülern aus dem Kleinwachauer Epilepsiezentrum. Die Ausstellungsmacher haben sie zentral im Treppenhaus des Rathauses untergebracht. Während der Übergabe der Urkunden und Preise war dann auf begeisternde Weise zu sehen, welche Freude die Anerkennung bei den Teilnehmern auslöste. Die Liebe zur Kunst dürfte vielen von ihnen erhalten bleiben.