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Viel Lob, viel Kritik

Häuser saniert, Straßen gebaut, Fabriken abgerissen – seit 1989 hat sich in der Region viel verändert. Heute: Oybin und Lückendorf

Von Grit Lobstein

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Das Zittauer Gebirge ist schon immer ein landschaftliches Kleinod und ein beliebtes Ferien- und Wandergebiet gewesen. Allein die gepflegten Kurorte Oybin und Lückendorf locken jedes Jahr zahlreiche Gäste in die Region. Dies war natürlich auch zu DDR-Zeiten so. Manchmal war es damals sogar schwierig, einen Ferienplatz in einem der FDGB-Ferienheime zu ergattern. Dies ist heute nicht mehr so schwer, viele freundliche Gastgeber buhlen um die Gunst der Gäste. Doch nicht nur in dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen 25 Jahren vieles verändert, die Zeit hinterließ auch baulich gesehen positive und negative Spuren. Nach der Wende waren 1993/94 Oybin und Lückendorf die ersten zwei Orte, die aus ihren bis dahin selbstständigen Gemeinden eine Einheitsgemeinde machten. Fortan wurden Konzepte gemeinsam geplant und umgesetzt. Dazu gehörten auch der Kurpark Lückendorf und die Errichtung der Abwasseranlage. Umfangreich waren in den 1990ern die Baumaßnahmen dazu. Dass seitdem das Abwasser aus Lückendorf über Tschechien fließt, ist nach wie vor eine ökonomisch gute Lösung. Aber in den Planungsunterlagen von damals taucht auch das Kurhaus Lückendorf auf. Bis zur Wende war das Haus wohl eins der beliebtesten Ausflugslokale. Heute kann nur noch der Abriss helfen, um den Schandfleck zu beseitigen.

© SZ Thomas Eichler
Noch 1988 standen an dieser Stelle an der Oybiner Hauptstraße nur noch die Reste eines alten Gebäudes. Nach dem Abriss des ehemaligen Schuhkonsums im Jahr 1998 verschwand auch diese leere Stelle im Ortskern. Heute steht dort ein Wohn- und Geschäftshaus.
Noch 1988 standen an dieser Stelle an der Oybiner Hauptstraße nur noch die Reste eines alten Gebäudes. Nach dem Abriss des ehemaligen Schuhkonsums im Jahr 1998 verschwand auch diese leere Stelle im Ortskern. Heute steht dort ein Wohn- und Geschäftshaus. © SZ Thomas Eichler
Um die Mehrzweckhalle in Lückendorfrankt sich eine endlose Geschichte. Viele Jahre Bauzeit hat es gebraucht, damit aus der einstigen Mehrzweckhalle ein Dorfgemeinschaftshaus wurde.
Um die Mehrzweckhalle in Lückendorfrankt sich eine endlose Geschichte. Viele Jahre Bauzeit hat es gebraucht, damit aus der einstigen Mehrzweckhalle ein Dorfgemeinschaftshaus wurde. © SZ Thomas Eichler
Das Haus des Gastes in Oybin wurde bis Ende 1991 als Casino durch den FDGB-Feriendienst als öffentlicheGaststätte bewirtschaftet. Im April 1993 kaufte die Gemeinde das Grundstück und das Gebäude. Mit den Umbauarbeiten wurde 1995 begonnen. Heute befindet s
Das Haus des Gastes in Oybin wurde bis Ende 1991 als Casino durch den FDGB-Feriendienst als öffentlicheGaststätte bewirtschaftet. Im April 1993 kaufte die Gemeinde das Grundstück und das Gebäude. Mit den Umbauarbeiten wurde 1995 begonnen. Heute befindet s © SZ Thomas Eichler
Um die Mehrzweckhalle in Lückendorfrankt sich eine endlose Geschichte. Viele Jahre Bauzeit hat es gebraucht, damit aus der einstigen Mehrzweckhalle ein Dorfgemeinschaftshaus wurde.
Um die Mehrzweckhalle in Lückendorfrankt sich eine endlose Geschichte. Viele Jahre Bauzeit hat es gebraucht, damit aus der einstigen Mehrzweckhalle ein Dorfgemeinschaftshaus wurde.
Das Haus des Gastes in Oybin wurde bis Ende 1991 als Casino durch den FDGB-Feriendienst als öffentlicheGaststätte bewirtschaftet. Im April 1993 kaufte die Gemeinde das Grundstück und das Gebäude. Mit den Umbauarbeiten wurde 1995 begonnen. Heute befindet s
Das Haus des Gastes in Oybin wurde bis Ende 1991 als Casino durch den FDGB-Feriendienst als öffentlicheGaststätte bewirtschaftet. Im April 1993 kaufte die Gemeinde das Grundstück und das Gebäude. Mit den Umbauarbeiten wurde 1995 begonnen. Heute befindet s

Umstritten war auch der Umbau und Sanierung des alten Oybiner Kurhauses zum „Haus des Gastes“. Auch wenn das endgültige Projekt 1997 den Sächsischen Staatspreis für Architektur und Bauwesen bekam: Nicht alle waren begeistert über den modernen Anbau. Ebenfalls noch nicht glücklich sind die Lückendorfer mit ihrer Mehrzweckhalle. Bereits 1997 wurde der Um- und Ausbau beschlossen. 2004 war endlich Baubeginn, ein Jahr später auch Richtfest, aber dann wurde erst 2011 informiert, dass die Bauarbeiten fortgeführt werden können. Eine für Mai 2014 geplante Übergabe fand aber nicht statt.

Fertig und schön saniert ist hingegen schon lange der Ortskern von Oybin. An der Stelle des 1988 abgerissenen Hauses und des ehemaligen Schuhkonsums steht heute ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Die Gestaltung des gesamten Ortskerns war bereits 1992 wesentlicher Bestandteil der Kurort-Entwicklung. Nach langwierigen Verhandlungen erhielt die Gemeinde im Mai 1993 durch das Regierungspräsidium die Bestätigung der Sanierungsmaßnahme. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde in der Zeit von 1998 bis 1999 gebaut. Aber auch alle anderen Häuser sind schmuck saniert und es gibt kaum einen Tag, an dem nicht zahlreiche Gäste des Ortes hier entlang flanieren.

Im nächsten Teil folgt am 4. März Bertsdorf-Hörnitz; bisher erschienen: Zittaus Zentrum (6. Januar), Großschönau/Hainewalde (8. Januar), Ostritz (13. Januar), Olbersdorf (16. Januar), Oderwitz (20. Januar), Mittelherwigsdorf
(24. Januar), Leutersdorf/Spitzkunnersdorf (27. Januar)