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Viel Zeit im Görlitzer Garten Carola Becker

An die ersten Jahre meiner Kindheit erinnere ich mich nicht. Erst nach dem sechsten Geburtstag und der Scheidung meiner Eltern leben Erinnerungen auf. Ich sehe immer wieder den Sandweg, der durch unsere Siedlung führte.

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An die ersten Jahre meiner Kindheit erinnere ich mich nicht. Erst nach dem sechsten Geburtstag und der Scheidung meiner Eltern leben Erinnerungen auf. Ich sehe immer wieder den Sandweg, der durch unsere Siedlung führte. Geboren in Görlitz, verlebte ich meine Kindheit und Jugendzeit dort. In dem Haus in Rauschwalde wohnte auch die Oma. Eigentlich bin ich von Großeltern und Tanten aufgezogen worden, obwohl mein Vater immer für mich da war, wenn ich ihn brauchte. In diesem Zusammenhang weiß ich noch, dass ich seit Schulbeginn sehr ehrgeizig war. Das lag wahrscheinlich an einem Onkel, ein Chemieprofessor. Deshalb wollte ich auch Chemikerin werden. In der Schule war ich sehr gut, manchmal gab es auch eine Zwei. Wenn ich etwas nicht verstand, ärgerte ich mich sehr. Mein Vater hatte sich dann mit Engelsgeduld um mein Problem gekümmert und alles erklärt. Nach eineinhalb Semestern Chemie merkte ich, dass mir das Studium doch nicht so viel gab und sattelte nach dem ersten Kind auf Bibliothekswesen um.

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