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Viel zu viele neue Fragen zur B 178

über erstaunliche Signale aus Dresden

Gabriel Wandt

Da wird erst die Notwendigkeit einer Straße mit steigendem Fahrzeugaufkommen prognostiziert. Dann gibt es jahrelang Streit, wegen dem zum einen die Laster sich andere Routen suchen und Unternehmen entnervt aufgeben, weil sich in der Oberlausitz in Sachen Fortbewegung nichts tut. Und dann legt man eine neue Prognose vor, die klarmacht, dass die einst so wichtig eingestufte Straße nun eigentlich gar nicht mehr nötig ist? Das sind in der Tat erstaunliche Denkprozesse, die für Außenstehende nur sehr schwer nachzuvollziehen sind.

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Noch weniger nachvollziehbar sind sie für die, die unter der fehlenden Straße leiden: Pendler, die täglich Richtung Dresden fahren, Fuhrunternehmer, die sich über schmale Pisten quälen, Urlauber, die die Region so dringend braucht.

Es ist traurig, dass sich eine alte Weisheit wieder einmal zu bewahrheiten scheint: Vor der Landtagswahl wurde der Region noch ein Spatenstich für den Lückenschluss im Norden für das Jahr 2014 in Aussicht gestellt. Nun will sich daran niemand mehr erinnern, aber jetzt ist eben nach der Wahl...

Fakt ist, dass die Region gut daran tut, jetzt lautstark zu betonen, dass und warum die Straße wichtig ist. Argumente dafür gibt es genug. Sollte der politische Wille dafür jetzt nicht mehr da sein? Was aber bedeutet das dann für das fehlende Stück bei Mittelherwigsdorf? Kommt das dann gar nicht mehr? Die neuen Signale aus Dresden werfen sehr viele Fragen auf. Die müssen jetzt dringend geklärt werden, im Interesse der Oberlausitz.