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Viele Bäumchen gehen ein

Die Stadt forstet auf.Doch Trockenheit und Wühlmäuse machen ihr dabei zu schaffen.

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Von Birgit Ulbricht

Im Stadtgebiet wurden seit 2002 drei ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen aufgeforstet. Das begann 2002 am Rostiger Weg – gepflanzt wurden hier Traubeneiche, Winterlinde und Spitzahorn. Nach stellenweisen Ausfällen musste dreimal nachgepflanzt werden. Besonders Wühlmäuse machen den jungen Bäumchen hier zu schaffen. Die Bäume sind inzwischen gut angewachsen – müssen aber ständig kontrolliert werden, so die Einschätzung der Stadt.

Neben den bereits genannten Baumarten wurde am Kupferberg zusätzlich Hainbuche gesetzt. Die 2,55Hektar große Fläche mitten im Wald ist problemlos nachgewachsen, so Matthias Schmieder in einer Infovorlage für die Stadträte. Der Bestand gilt als stabil. Das lässt sich von den Pflanzungen unterhalb des Kupferberges längst noch nicht sagen. Kiefer, Douglasie, Robinie, Winterlinde, Spitzahorn und Traubeneiche stehen hier.

Allerdings fiel der Großteil nach der Trockenheit von 2006 aus. Besonders die Kiefern gingen nahezu komplett ein. Insgesamt verzeichnet die Stadt mittlerweile einen Ausfall von bis zu 40Prozent. Wegen den starken Unkrautbewuchses wurde die Fläche im Herbst noch einmal per Hand freigeschnitten. Zudem wird hier eine Wühlmaus-Bekämpfung nötig. Die Aufforstung gilt nicht als gesichert.

Insgesamt bewirtschaftet die Stadt forstlich zertifiziert 43,8 Hektar Wald – darunter großen zusammenhängende Flächen wie die Kleinraschützer Heide, der frühere Exer, und den Kupferberg.