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Vier Ehrenämter und ein Preis

Manuel Hommel ist in der Feuerwehr, der Kirchgemeinde, im Posaunenchor und im Mundarttheater "De Nubbern" dabei. Dafür gab's nun den Ehrenpreis. 

Manuel Hommel hat vom Unternehmernetzwerk Großschönau, Waltersdorf und Hainewalde den Ehrenpreis erhalten.
Manuel Hommel hat vom Unternehmernetzwerk Großschönau, Waltersdorf und Hainewalde den Ehrenpreis erhalten. © Matthias Weber

Von Elke Schmidt

Manuel Hommels ehrenamtliches Engagement ist wirklich überdurchschnittlich. Man kann ihn bei der Freiwilligen Feuerwehr Großschönau treffen, im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde und gleichzeitig in deren Posaunenchor. Nicht zuletzt sieht man ihn regelmäßig bei den Aufführungen vom Oberlausitzer Mundarttheater „De Nubbern“. Das alles macht der junge Mann nicht etwa nur nebenbei, sondern mit ganzem Herzen. „Wenn er gebraucht wird, ist er da“, sagen die, die ihn kennen.

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So war es kein Wunder, dass er gleich von mehreren Seiten für den „Preis für soziales Engagement in unseren Gemeinden Großschönau, Waltersdorf und Hainewalde“ vorgeschlagen wurde. Das Unternehmernetzwerk dieser Gemeinden hatte die Einwohner aufgerufen, besonders stark für das Gemeindewohl engagierte Jugendliche dafür vorzuschlagen. Die Unternehmer wollen zeigen, dass solches Engagement gesehen und gewürdigt wird und sich durchaus lohnt, sagt Jana Liebe vom Netzwerk.

Verliehen wurde der Preis anlässlich des ersten Unternehmerballs im Kretscham Waltersdorf. Gerd Krumbiegel hielt die Laudatio. Darin erzählte der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Großschönau, dass Manuel Hommel sich auch bei seiner Arbeit als Mitarbeiter auf dem Bauhof der Gemeinde weit mehr einsetzt, als er müsste. Für den jungen Mann sei die Arbeit nicht nur bloße Pflicht. Er mache sie gerne und fröhlich. Als Beispiel dient ihm die Geschichte mit den Weckern. Immer wenn Schnee angekündigt ist, stehe eine ganze Batterie davon auf dem Nachttisch. Dann klingeln sie den 28-Jährigen jede Stunde aus dem Bett und ans Fenster. Schneit es, setzt er sich sofort auf den Schneepflug und schiebt die Straßen frei, damit die Einwohner auch im Winter schnell an ihr Ziel kommen können. Weil Erzählungen wie diese typisch sind für Manuel Hommel, sei er wie gemacht für die Auszeichnung der Unternehmer.

Manuel Hommel ist in Großschönau geboren, ging dort zur Schule, machte seine Ausbildung und sogar den Zivildienst. „Ich wollte nie weg von hier“, sagt er. Hier seien seine Familie, seine Freunde. Gefühlt kenne er den ganzen Ort. Er kommt aus dem Grüßen gar nicht mehr heraus, weil er viele Menschen persönlich kennt. Dieser Zusammenhalt gefällt ihm so gut, dass er sich nicht vorstellen könnte, woanders zu leben.

Für ihn ist es selbstverständlich, sich für seinen Heimatort zu engagieren und er macht kein großes Aufheben darum. Umso überraschter war er, als er als Preisträger aufgerufen wurde.“Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, sagt er. Manuel Hommel freut sich ungemein und dankt sowohl der Jury als auch denen, die ihn vorgeschlagen haben.

Er ist gespannt, wer im nächsten Jahr sein Nachfolger sein wird. Die Unternehmer wollen ihn im nächsten Jahr wieder ausschreiben.