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Vier Einbrüche in Museen und Denkmale

Der Diebeszug im Grünen Gewölbe erregte besonders viel Aufsehen. Doch auch im Kreis Meißen gab es mehrere Vorfälle.

2015 klauten Diebe Bargeld aus dem Radebeuler Lügenmuseum.
2015 klauten Diebe Bargeld aus dem Radebeuler Lügenmuseum. © Arvid Müller

Landkreis. Kaum ein Einbruch beschäftigte die Menschen in Sachsen in den vergangenen Jahren mehr als der Diamanten-Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden. Immerhin kamen Ende November mehrere Brillant- und Diamantgarnituren aus der Schatzkammer von August dem Starken, einstiger sächsischer Kurfürst, abhanden. 

Auch mehrere Wochen nach der Tat ist der Vorfall noch in aller Munde. Während vielerorts weiterhin über das Sicherheitskonzept der Staatlichen Kunstsammlungen diskutiert wird, geht die Polizei zahlreichen Hinweisen nach, um den Tätern auf die Spur zu kommen.

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Doch der Vorfall im Dresdner Residenzschloss ist nicht der einzige, bei dem sächsische Museen und Denkmale zum Ziel von Kriminellen wurden. Laut Auskunft des sächsischen Innenministers Roland Wöller (CDU) gab es seit Januar 2015 mehr als 100 Fälle, in denen Museen oder Denkmale einen Schaden erlitten. Darunter auch vier Museen und Denkmale im Landkreis Meißen. Dies geht aus einer Antwort des Ministers auf eine Anfrage des hiesigen AfD-Abgeordneten Thomas Kirste hervor.

Laut Angaben des Innenministeriums sind im Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen (PASS) ein Fall aus dem Jahr 2015, einer aus dem Jahr 2016 und zwei aus dem Jahr 2017 registriert. Im September 2015 drangen Einbrecher in das Lügenmuseum in Radebeul ein und entwendeten Bargeld. Am Weihnachtsabend 2016 machten sich Kriminelle am Käthe-Kollwitz-Haus in Moritzburg zu schaffen. 

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