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Vier Italiener testen die Küchen

Aprilscherze haben es mitunter in sich. Die einen Leser lachen, die anderen glauben daran, bis sie eines Besseren belehrt werden und wieder andere lassen sich nicht einmal am 2. April aufklären. Das bekam jetzt Margit Bätz zu spüren.

Von Peter Chemnitz

Aprilscherze haben es mitunter in sich. Die einen Leser lachen, die anderen glauben daran, bis sie eines Besseren belehrt werden und wieder andere lassen sich nicht einmal am 2. April aufklären. Das bekam jetzt Margit Bätz zu spüren. Die Stadträtin der Linken musste sich in ihrem Stadtteil Weinhübel einiges über die Zurechnungsfähigkeit des Rates bezüglich Stadthallenorgel und deren angeblich vorgesehenen Umzug in die Löbauer Messehalle anhören. Selbst der Hinweis von Bätz auf das Datum 1. April des Presseartikels vermochte die erregten Gemüter nicht zu besänftigen. Die Stadträte hätten die Meldung nur an diesem Tag geschickt platziert, damit alle denken würden, es sei ein Aprilscherz, wurde ihr mitgeteilt.

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Auch Martin Silkeit glaubte in den April geschickt zu werden, als er in der SZ las, dass die Kfz-Zulassungsstelle in Görlitz eine weitere Woche lang geschlossen bleibt. Allerdings musste der Görlitzer erfahren, dass die Nachricht stimmt. So blieb dem Tourismuswirtschaftler nichts anderes übrig, als mit dem Überlandbus zur Ersatzstelle nach Niesky zu reisen, um endlich sein geliebtes Black Cab zugelassen zu bekommen. Inzwischen war er bereits dreimal in der Nachbarstadt, weil den dortigen Behördenmitarbeitern stets ein Dokument fehlte. In Görlitz liegen dagegen die Papiere abholbereit, aber eben im wegen Krankheit dauergeschlossenen Büro. Noch ist Silkeit optimistisch, dass er die Zulassung vor Beginn der Touristensaison bekommt. Er will mit dem im Internet ersteigerten echten „London Taxi International“ Hochzeitspaare durch Görlitz und Umgebung fahren.

Für Veit Lindaner hat seit Freitag die Zeit der Provisorien ein Ende. Der Koch des Restaurants „Vino & cultura“ am Untermarkt hat endlich eine richtige Profiküche eingebaut bekommen. Zuvor haben vier eigens aus Italien angereiste Küchenmöbeldesigner vier Tage lang, jeweils von 7 bis 20 Uhr, richtig ranklotzen müssen. Zur Belohnung hat Restaurantchefin Simone Apitz die vier jungen Herren allabendlich in eine andere Gaststätte geführt. Am besten hat es diesen im „St. Jonathan“ und im „Przy Jakubie“ in Zgorzelec geschmeckt. Lindaner bietet übrigens am Wochenende unter anderem „Leber auf Italienisch“ an.