merken
PLUS Löbau

Neuer Besitzer für Rathaus-Villa

Das denkmalgeschützte Gebäude in Neugersdorf wird verkauft. Es bringt weniger Geld als erhofft. Trotzdem hat der Verkauf für die Stadt Vorteile.

Für das ehemalige Rathausgebäude in Neugersdorf gibt es Käufer.
Für das ehemalige Rathausgebäude in Neugersdorf gibt es Käufer. © Archivfoto: Matthias Weber

Im zweiten Anlauf hat's geklappt: die Stadt hat einen Interessenten gefunden, der das ehemalige Rathaus in Neugersdorf kaufen will. Es geht um das größere der beiden früheren Rathäuser an der Hauptstraße 41. Der Stadtrat hat jetzt dem Verkauf zugestimmt. Neuer Besitzer wird eine Bietergemeinschaft. Sie bot der Stadt 126.000 Euro für das Gebäude an. Ein Verkehrswertgutachten, das die Stadt erstellen ließ, hatte dem Gebäude einen Wert von 136.000 Euro bescheinigt. Dennoch will die Stadt jetzt zu dem niedrigeren Preis verkaufen. Sie will sich aus wirtschaftlichen Gründen von Gebäuden trennen, die sie selbst nicht mehr braucht. Das hat den Vorteil, dass die Stadt sich nicht um den Erhalt, Unterhaltung und die Pflege kümmern muss und damit Kosten spart. Auf eine erste Ausschreibung im Frühling dieses Jahres hatte sich niemand beworben. Bei einer neuerlichen Veröffentlichung meldeten sich drei Interessenten. 

Seit der Zusammenlegung von Ebersbach und Neugersdorf im Jahr 2011 benötigte sie die beiden Rathausgebäude in Neugersdorf nicht mehr für die Verwaltung. Sie hat Räume vermietet, außerdem hat der Bürgerpolizist seinen Stützpunkt in dem Haus und die Stadt nutzt Zimmer als Archivräume. Diese muss sie nun räumen und die Sachen woanders unterbringen. Auch der Bürgerpolizist wird umziehen - und zwar in das Verwaltungsgebäude in Ebersbach, ins bisherige Gästebüro. Den übrigen Mietern - unter anderem einer Versicherungsagentur - hat die Stadt vorsorglich gekündigt. 

Anzeige
Kompetenz in der Vermögensbetreuung
Kompetenz in der Vermögensbetreuung

Geld sicher und gut anlegen? Das ist in Zeiten der Nullzinspolitik nicht einfach. Deshalb sollte man sich gerade jetzt gut beraten lassen.

Zum 1. Januar 2021 soll das Haus mit dem dazugehörigen gut 4.000 Quadratmeter großen Grundstück an die neuen Besitzer übergehen. Das Haus sowie der Villengarten stehen unter Denkmalschutz. Was die Neuen damit planen, ist noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden. Fest steht, dass die beiden Gedenkstätten auf dem Gelände im Besitz der Stadt bleiben und weiterin öffentlich zugänglich sind. Die entsprechenden Flächen werden herausgemessen und nicht mit verkauft, erklärt Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos). Zum Einen handelt es sich dabei um eine Gedenkstätte der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Zum Anderen um einen Gedenkstein an den 1. Mai 1890. 

Mehr Nachrichten aus Löbau und Oberland lesen Sie hier

Mehr zum Thema Löbau