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Virus legt Grüne lahm – Mini-Konferenz nominiert Landtagskandidaten

Weil mehrere Bewerberkrank waren, drohte der Parteitag auszufallen.

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Von Thilo Alexe

Stark grippegeschwächt starten die Grünen ins Superwahljahr. Gerade mal etwa 20 Mitglieder hatten sich am Sonnabend gegen Zehn im Gewerkschaftshaus zum Nominierungsparteitag für die Landtagswahl eingefunden. Zudem waren drei der sechs Kandidaten krank.

Nach kurzer Debatte beschlossen die Grünen, den Parteitag in abgespeckter Form abzuhalten. Die sechs Dresdner Direktkandidaten wurden – teils in Abwesenheit – gewählt. Einen brisanten Punkt vertagten die Mitglieder jedoch. Sie können als Dresdner Stadtverband ein Votum für die Landesliste der Partei abgeben. Sechs Abgeordnete vertreten die Grünen derzeit im Landtag, drei stammen aus Dresden. Auf die aussichtsreichen ersten sechs Plätze drängen vier Dresdner, zudem strebt Ex-OB-Kandidatin Eva-Jähnigen den siebten Listenrang an. Grüne aus anderen Regionen Sachsens äugen bereits skeptisch auf Dresden.

Die Listendebatte wird nun im Februar ausgetragen. Der Stadtparteitag bestimmte mit großer Mehrheit die Direktkandidaten. Fraktionsmitarbeiterin Pino Olbrich tritt in Plauen und Strehlen an. Die Abgeordneten Johannes Lichdi (Alt- und Neustadt) und Karl-Heinz Gerstenberg (Blasewitz, Loschwitz) bewerben sich erneut. Stadtrat Stephan Kühn tritt im Dresdner Westen an, Jähnigen im Norden. Ex-Stadtchef Achim wesjohann versucht es im Hochland und Prohlis. Wer im August grün wähle, verhindere CDU und FDP, sagte er.