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Schnelleres Internet für viele Dresdner

Mehrere tausend Grundstücke sollen kostenlos ans Highspeed-Internet angeschlossen werden. Eigentümer müssen sich aber selbst darum bemühen.

Mehrere tausend Dresdner Haushalte sollen bald ruckelfrei Filme streamen können.
Mehrere tausend Dresdner Haushalte sollen bald ruckelfrei Filme streamen können. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Es soll noch Dresdner Haushalte geben, in denen sich Filme kaum ruckelfrei über das Internet schauen lassen. Betroffen sind vor allem die Stadtränder. Das soll sich allerdings bald ändern. Die Stadt hat am Donnerstag zusammem mit Vodafone einen groß angelegten Breitbandausbau gestartet. 

Wer bekommt schnelleres Internet?

Dresden zahlt für knapp 1.500 Adressen den Anschluss ans Glasfasernetz, vor allem an den Stadträndern. Davon werden rund 3.000 Dresdner profitieren. Dabei handelt es sich um Haushalte, bei denen nicht mindestens 30 Megabit Daten pro Sekunde übertragen werden können und sich bislang auch kein Telekommunikationsunternehmen bereiterklärt hat, den Ausbau auf eigene Kosten zu übernehmen. Bisherige Kupfer-Leitungen bieten Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 100 Megabit pro Sekunde. Entscheidend ist die Länge der Leitung. Im schlechtesten Fall kommen nur wenige hundert Kilobit an. Hier ist Glasfaser rund zehnmal leistungsfähiger als der schnellste VDSL-Anschluss. Vodafone will darüber hinaus auf eigene Kosten weitere 1.500 Adressen mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgen. Profitieren sollen nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen und städtische Einrichtungen.

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Was müssen die Haushalte tun?

Mit dem Netzbau- und dem Betrieb hat die Stadtverwaltung Vodafone beauftragt. Ein entsprechender Vertrag ist am Donnerstag unterzeichnet worden. Vorausgegangen war ein europaweites Vergabeverfahren. Grundstückseigentümer, die sich für einen Anschluss interessieren, müssen mit Vodafone einen Grundstücksnutzungsvertrag abschließen, und zwar bis zum 17. November dieses Jahres. Das sei notwendig, um feste Projekttermine zu realisieren, so die Stadtverwaltung. Ob das eigene Grundstück vom Projekt profitieren kann, beantwortet  Vodafone online, in den Dresdner Vodafone-Shops sowie in den extra eingerichteten Glasfaserbüros in den Ausbaugebieten. Ab 17. August sollen Verträge abgeschlossen werden können.

Wann beginnt der Ausbau?

Die Stadtverwaltung sprach am Donnerstag davon, dass der Netzausbau zwei Jahre dauern wird. Details sollen interessierte Grundstückseigentümer erhalten, sobald sie sich bei Vodafone registriert haben, zum Beispiel über das oben genannte Online-Formular.

Wer zahlt das?

Wie die Realität zeigt, sind es nicht immer die Unternehmen, die das Netz ausbauen. Denn die Kosten können sie in der Regel nicht wieder durch Anschlussgebühren hereinholen. Pro Anschluss muss man normalerweise mit etwa 2.500 Euro rechnen. Im Falle der 1.500 Adressen beträgt die Lücke insgesamt etwa 21,1 Millionen Euro. Deshalb hatte sich die Stadt um Fördermittel bemüht. Bund, Land und Stadt teilen sich nun die Kosten. "Breitbandanschlüsse gehören zur modernen Infrastruktur", sagte der zuständige Bürgermeister Peter Lames (SPD) am Donnerstag. Zu lange habe die öffentliche Hand darauf gesetzt, dass der Markt von sich aus die Erschließung sicherstelle. "Ich freue mich sehr, dass es uns nach einem langwierigen und komplizierten Antragsprozess gelungen ist, Fördermittel über fast 20 Millionen für leistungsfähige Glasfaseranschlüsse für diese Adressen erhalten zu haben." Das heißt: Grundstückseigentümer zahlen für die Anschlüsse nichts.

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