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Volkersdorfer Promnitz-Steg mit Bogen?

Beton, Metall, Holz oder eine Kombination aus diesen Materialien. Für den Neubau gibt es mehrere Möglichkeiten. Und noch etwas ist zu beachten.

Der Steg zwischen der Straße Am Bach und der Radeburger Straße in Volkersdorf soll erneuert werden.
Der Steg zwischen der Straße Am Bach und der Radeburger Straße in Volkersdorf soll erneuert werden. © Arvid Müller

Radeburg. Das kommt nicht oft vor. Der Technische Ausschuss des Radeburger Stadtrats hat sich in einer jüngsten Sitzung gleich in zwei Tagesordnungspunkten mit dem Thema Brückenerneuerung beschäftigt. Das ambitionierteste Vorhaben ist dabei ohne Zweifel der geplante Brückenneubau in Boden an der alten Mühle. In diesem Ortsteil sollen zudem die Brücke am früheren Rittergut und der Angelsteg instand gesetzt werden (die SZ berichtete).

Deutlich kleiner - von der Dimension und den Kosten - ist das Vorhaben in Volkersdorf, über das am Dienstag ebenfalls beraten wurde. Dabei geht es um den schmalen Steg über die Promnitz, der die Radeburger Straße und die Straße Am Bach verbindet. Er ist für Fußgänger die kürzeste und auch sicherste Verbindung zwischen diesem Teil des Dorfes und der Bushaltestelle an der Ortsdurchfahrt.

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Drei Varianten untersucht

Denn diese hat mit ihrem kompletten Neubau zwar auch Fußwege bekommen, zwischen Moritzburger Straße und besagten Haltestellen, aber nicht auf der an den Bach angrenzenden Straßenseite. Wer in Richtung Dresden fahren will oder aus Radeburg kommt, müsste ohne den Steg also weiterhin neben oder auf der Fahrbahn laufen oder zwei Mal die Straßenseite wechseln: einmal an der Haltestelle und einmal an der Einmündung der Moritzburger Straße. Die kleine Brücke soll es daher auch weiterhin geben. Allerdings muss auch sie, wie die Querungen über die Große Röder in Boden, erneuert werden.

Ein Büro hat dafür drei Varianten untersucht. Eine aus Stahl und Beton. Eine aus Stahl mit Deckblechen und eine reine Holzbrücke. Preislich wären diese laut den Kostenberechnungen etwa gleich. Zwischen 16.000 und 14.500 Euro.

Von der Stadt wurde laut Bürgermeisterin Michaela Ritter die zweite Variante favorisiert. "Sie hätte den längsten Nutzungszeitraum." Im Technischen Ausschuss habe es allerdings Einwände gegen Bleche oder Roste als Lauffläche gegeben. "Die Begründungen waren, dass das nicht so gut für Absatzschuhe wäre und auch Hunde hätten damit manchmal Probleme." Stattdessen soll die Metallkonstruktion lieber mit Holzbohlen belegt werden.

Brücke muss auch Starkregen aushalten

Damit gebaut werden kann, muss das dafür benötigte Geld im städtischen Haushalt eingeplant werden. Das soll beim nächsten Mal passieren. Doch auch die hydrologische Leistungsfähigkeit des Bauwerks muss nachgewiesen werden. Auch wenn es nur ein Steg ist. Denn obwohl die Promnitz in der Regel mit wenig Wasser sacht dahinfließt, kann sie bei starkem Regen auch sehr schnell stark ansteigen, so wie es in den vergangenen Jahren mehrfach der Fall war.

Dann sollen sich die Wassermassen möglichst nicht an Hindernissen aufstauen, sondern zügig abfließen können. "Daher muss eventuell auch der Querschnitt überprüft werden." Als Vergleich dafür könnte der Durchlass der Straßenbrücke im Zuge der Moritzburger Straße dienen. Michaela Ritter: "Es ist durchaus möglich, dass der Steg als eine Rundbogenbrücke neu gebaut wird."

Als das vor ein paar Jahren in Radeburg passierte, sorgte das für einige Diskussionen.

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