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Zittau

Volksbank wächst gegen das Zinstief

Für die Eigentümer der Volksbank Löbau-Zittau gibt's eine ordentliche Dividende. In einer Disziplin schlägt das Haus die Deutsche Bank. 

Der Vorstand der Volksbank Löbau-Zittau: Karl-Anton Erath, Horst Habrik und Wolfgang Zürn (v.l.).
Der Vorstand der Volksbank Löbau-Zittau: Karl-Anton Erath, Horst Habrik und Wolfgang Zürn (v.l.). © Foto: Matthias Weber

Zur Vertreterversammlung lud die Volksbank Löbau-Zittau am Mittwochabend in das Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theater. Und was der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Zürn auf der Bühne vortrug, fand die Gunst des Publikums. Denn obwohl sich Geld wegen des weltweit andauernden Zinstiefs immer schwerer vermehren lässt, gibt's für die Genossenschaftsmitglieder einen warmen Regen.

"Der Wirtschaftsboom könnte langsam zu Ende gehen", beschrieb Vorstandsvorsitzender Wolfgang Zürn die ökonomische Großwetterlage, aber: "Das Geschäftsmodell ist intakt." Mittlerweile 33.000 Kunden zähle die Volksbank Löbau-Zittau. Und die Zeichen stehen auf Wachstum. Die Bilanzsumme stieg 2018 auf 585 Millionen Euro. Ein neuer Höchstwert und ein Plus von 4,5 Prozent. Die Höhe der Kundeneinlagen stieg im Berichtszeitraum um 3,5 Prozent auf nunmehr 711 Millionen Euro. Im gestiegenen Kreditvolumen sieht Zürn einen Beleg für die Investitionsfreude der heimischen Wirtschaft. 405 Millionen Euro reichte die Volksbank an Krediten aus. Ein Plus von 6,2 Prozent. Zwei Drittel der Summe gingen an Firmenkunden. Aber die hohe Zahl an Privatkrediten zeige auch das Interesse der Bürger an Wohneigentum, so Zürn.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Das Zinstief macht sich in der Bilanz deutlich bemerkbar. Der Zinsüberschuss sank um 735.000 Euro. Diesen Verlust konnte die Volksbank aber durch ein Plus bei Provisionsgewinnen beinahe wettmachen. So erwirtschaftete die Volksbank 2018 am Ende einen Bilanzüberschuss - also Gewinn - von 453.000 Euro - knapp über Vorjahresniveau. Und das freut die Mitglieder. 222.000 Euro des Gewinns schüttet die Bank an ihre 8.812 Eigentümer aus. Das ergibt eine Rendite von drei Prozent auf jeden gezeichneten Anteil. Auch ihre Rücklagen erhöht die Volksbank um 181.000 Euro und erreicht so ein Eigenkapital von 59 Millionen Euro - und damit erstmals eine Eigenkapitalquote von über zehn Prozent. "Das ist mehr als doppelt so hoch wie die Eigenkapitalquote der Deutschen Bank", sagte Wolfgang Zürn. Größter Nutznießer des Erfolgs der Bank ist das Finanzamt: Gut 2,2 Millionen Euro Steuern zahlte die Volksbank 2018.

Gerade Bankriesen wie die Deutsche Bank bereiten kleinen Instituten wie der Volksbank Löbau-Zittau aber auch zunehmende Gewinnprobleme. Grund dafür ist die immer strenger werdende Bankenregulierung und die damit verbundene bürokratische Belastung. "Die Bankenregulierer differenzieren zu wenig zwischen risikoarmen Regionalbanken wie uns und den systemrelevanten Großbanken", beklagte der Vorstand. Hier bräuchte es dringend spürbare Erleichterungen.

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