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Volkssolidarität: Nicht mehr nur für Senioren da

Mit viel Engagement und Fleiß hat der eingetragene Verein sein Image in der Öffentlichkeit, sein Erscheinungsbild, gewandelt. Die Volkssolidarität im Elbtalkreis – dem ehemaligen Kragenkreis Dresden Land...

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Von Iris Schmidt

Mit viel Engagement und Fleiß hat der eingetragene Verein sein Image in der Öffentlichkeit, sein Erscheinungsbild, gewandelt. Die Volkssolidarität im Elbtalkreis – dem ehemaligen Kragenkreis Dresden Land – hat seine Stamm-Mitglieder von ihren Angeboten überzeugen können, aber auch junge Leute hinzugewonnen. „Sicher, wir sind auch weiterhin gern für ältere Leute da, bietet Kultur und Betreuung an, aber auch für Kinder und Jugendliche“, sagt Frank Stritzke, der Geschäftsführer des Vereins. Der Verein ist nicht mehr nur traditioneller Seniorenverein mit Angeboten in Ortsgruppen, Pflegediensten, Begegnungsstätten, Essen auf Rädern und Tagespflege, sondern betreut mittlerweile in 18 Kindertagesstätten über 2 000 Kinder täglich. Mit 325 Mitarbeitern ist die Volkssolidarität außerdem ein großer Arbeitgeber der Region.

Der alte Vorstand zog auf seiner Kreisdelegiertenversammlung in Radebeul Bilanz über die zu Ende gegangene Wahlperiode seit 1999. Trotz der sich dramatisch verschlechternden Rahmenbedingungen für die soziale Arbeit, konnte ein durchaus positives Resümee gezogen werden, so Frank Stritzke. Der Verein musste zwar einen Mitgliederrückgang von acht Prozent verzeichnen, ist aber mit 5 047 Mitgliedern in 43 Orts- und Wohngruppen und fast 400 ehrenamtlichen Helfern, noch immer einer der größten Mitgliedsvereine im Alt-Kreisgebiet.

In den letzten vier Jahren wurden effektiv 78 neue Arbeitsplätze geschaffen. Kerstin Kunze brachte auch zum Ausdruck, dass sich der Verein den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen muss. Bei aller Finanznot der öffentlichen Haushalte, müsse es gelingen, die Qualität der Angebote zu erhalten und die Herausforderungen, insbesondere durch die Gesundheitsstrukturreform, erfolgreich anzunehmen. Stritzke betont, dass man sich immer dem sozialen Bedarf verpflichtet gefühlt hätte, aber auch bereit sei, sich neuen Feldern zu öffnen. Dabei hat Frank Stritzke schon etliche neue Ideen, zum Beispiel die Krankenhausnachsorge, „weil sonst mancher Patient zu Hause allein, ohne Betreuung bleiben würde“.

Mit fast 98 Prozent der Stimmen wurde bei der Konferenz Kerstin Kunze als Vorsitzender der Volkssolidarität wieder gewählt. Die 44-Jährige bekleidete dieses Amt bereits seit knapp zehn Jahren.