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Es gibt eine Lösung im Zwist um die Einreise

Der Dresdner SC hat vier Volleyballerinnen aus den USA verpflichtet – und sorgt für einen Präzedenzfall. Beim Trainingsstart fehlen sie aber noch.

Alexander Waibl erklärt den Dresdner Volleyballerinnen seine Trainingsinhalte – und der DSC die Kurzarbeit für beendet.
Alexander Waibl erklärt den Dresdner Volleyballerinnen seine Trainingsinhalte – und der DSC die Kurzarbeit für beendet. © Ronald Bonß

Dresden. Die größten Befürchtungen weichen beim Dresdner SC pünktlich zum Start der Vorbereitung auf die kommende Volleyball-Saison einer gehörigen Portion Hoffnung. Lange war unklar, ob, wann und unter welchen Auflagen die vier US-Amerikanerinnen vom College-Meister Stanford University, die der Pokalsieger bereits im Februar verpflichtet hat, überhaupt nach Dresden zu ihrem neuen Arbeitgeber reisen dürfen. Seit Montag gibt es konkrete Aussichten für Madeleine Gates, Morgan Hentz, Audriana Fitzmorris und Jenna Gray und sogar zwei Termine: „Am Sonntag soll Madeleine ankommen, am nächsten Dienstag die anderen drei“, sagte Cheftrainer Alexander Waibl.

Der DSC hat mithilfe der sportartenübergreifenden Initiative „Teamsport Deutschland“ beim Bundesinnenministerium (BMI) alle nationalen Sicherheits- und Hygienevorschriften angezeigt. Die Hürde ist jetzt, wie Airline und Zoll in den USA reagieren. „Wir haben den Spielerinnen jede Menge Papiere an die Hand gegeben“, sagt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann und zählt auf: „Qualifikationsschreiben, Miet- und Arbeitsverträge, Krankenversicherungen.“ Ob das den Behörden in den USA ausreicht, ist offen. „Für mich fühlt sich das an wie Russisch Roulette. Wir sind aber auch die erste Mannschaft in Deutschland, die das so probieren wird. Wir hoffen, dass es ausreicht“, sagt sie. Allerdings wird das Quartett aus den USA sofort nach Einreise einen Corona-Test absolvieren – auf DSC-Kosten – und in verpflichtende 14-tägige Quarantäne gehen. Ein zweiter Test sieben Tage später könnte die Quarantäne verkürzen. „Wir gehen kein Risiko ein, die Ergebnisse des zweiten Tests warten wir auf jeden Fall ab“, sagt Waibl.

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Der Klub bewirbt sich um den Supercup

Dennoch startete er am Montag lediglich mit sieben Spielerinnen aus dem 13-köpfigen Kader. Für den gebürtigen Schwaben bereits Gewohnheit. „Wir fangen immer mit sechs oder sieben Spielerinnen an, das ist unser Los“, bestätigt Waibl. Im Normalfall sind einige Profis für ihre Nationalteams eben noch unterwegs. Jetzt konstatiert er: „Die Mannschaft füllt sich immer im Lauf der Vorbereitung, so ist es auch dieses Jahr.“

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Sollte alles glattgehen, hat der 52-Jährige am 31. August erstmals sein Team komplett beisammen und kann es auf den Super-Cup vorbereiten. Der wird am 27. September ausgetragen, aber nicht wie sonst in Hannover. Wo das Duell gegen Schwerin, Meisterschaftsführender der abgebrochenen Saison, steigt, ist fraglich. Die Volleyball-Bundesliga informierte, dass für die „Wahl der Veranstaltungsorte ein Ausschreibungsverfahren“ erfolgt. Der DSC bewirbt sich darum. Das bestätigte Zimmermann mit einem knappen „Ja.“

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