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Vollsperrung in Loga

Weil sich im Dorf die Wasserrohrbrüche häuften, wird jetzt gehandelt.

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Von Kerstin Fiedler

Die Trinkwasserleitung durch Loga hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Sie wurde 1926 verlegt. Im vergangenen Jahr mussten die zuständigen Kreiswerke Bautzen drei Rohrbrüche verzeichnen. Diese zu reparieren, ist teuer. Geschäftsführer Olaf Böhme erklärt, dass deshalb bereits im vorigen Jahr der Neubau durch den Ort geplant und die Investition in den Wirtschaftsplan eingestellt wurde. Seit dieser Woche und voraussichtlich bis 19. August ist Loga deshalb voll gesperrt.

Alte Leitungen bleiben im Boden

Stahlrohrleitungen, wie sie in Loga in der Erde liegen, werden eigentlich schon seit 1970 nicht mehr eingesetzt. Die neue Trinkwasserleitung ist aus Polyethylen, einer Art Plaste. Sie hat auch einen größeren Durchmesser. „Den Leitungsdurchfluss passen wir damit den heutigen Bedingungen an und garantieren die Versorgungssicherheit“, sagt Olaf Böhme. Verlegt werden die Rohre durch ein Spülbohrverfahren. Das heißt, dass nur an bestimmten Stellen Löcher gebuddelt werden. Und zwar da, wo Hausanschlüsse sind. Dazwischen muss nicht gegraben werden. Wer auf seinem Grundstück auch die Leitung gewechselt haben möchte, konnte das vorher bei den Kreiswerken beantragen. Das wird dann gleichzeitig erledigt, muss aber von den Grundstückseigentümern selbst bezahlt werden. Die neue Leitung wird praktisch durch einen unterirdischen Kanal in die Erde gebracht. Es werden alle Hausanschlüsse an der Straße neu gelegt. Allerdings kommt die neue Leitung auf der anderen Straßenseite in den Boden. „Oberhalb der jetzigen Leitung liegen Telekomkabel, sodass wir dort nicht arbeiten können. Deshalb bleibt die alte Leitung einfach liegen“, sagt Olaf Böhme. Das Vorhaben kostet die Kreiswerke rund 60 000 Euro.

Die Baumaßnahme wird zwar von den Bürgern akzeptiert, ist aber für die Autofahrer kompliziert. So kann man weder von der B 96 noch aus Schmochtitz oder Luga durch den Ort. (SZ/kf)