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Vom Buch bis zur Partitur

KlatschArena

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Alte Erinnerungen schreibt sich der Riesaer Hermann Niederleig von der Seele. Dabei hat er es geschafft, zwei dicke Bücher zu füllen. Den ersten, 2003 erschienenen Band, widmete der heute 82-Jährige seiner Soldatenzeit im Zweiten Weltkrieg. Sein neues Buch erzählt die Geschichte seines gleichnamigen Onkels und die seiner ganzen Familie. „Es sollen viele wissen, wie es wirklich war“, begründet der Autor seine Veröffentlichung. Hermann Niederleig beschreibt schwere Zeiten. 1901 wurde seine Hauptfigur (Onkel Hermann) in einem Kolonistendorf bei Jekaterinoslav (Ukraine) geboren. Später suchte die Familie eine neue Heimat in Russland. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrten die Niederleigs nach Deutschland zurück, wo sie oft benachteiligt, gar als Russen beschimpft wurden. Das Buch endet in den 60er Jahren, als der Onkel nach vielen Wirren endlich ein neues Leben in Cuxhaven beginnen konnte. Mit einem umfangreichen Fototeil vollzieht der Autor letztlich noch den Bogen bis nach Riesa. Es ist eine schätzenswerte Dokumentation des alltäglichen Lebens vergangener Generationen, von dem die meisten heute keine Ahnung mehr haben.

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