merken
PLUS

Vom Lottersteg zum Ottersteg

Der Ottersteg ist eine der prägenden Straßen seines Wohnviertels im Zittauer Süden. Einst hieß die Straße anders.

© SZ Thomas Eichler

Eigentlich ist diese Straße ganz schön weit weg von Gewässern. Selbst zu ihrer Entstehungszeit dürften hier also eher keine Otter gelebt haben.

© SZ Thomas Eichler

Einige Heimatforscher vermuteten deshalb, dass der Name nicht vom (Fisch-)Otter sondern eher von einer ehemaligen Bezeichnung „Oster-Steg“ abgeleitet wurde – einem Weg ins Gebirge östlich (deshalb „Oster“…) vom Mittelweg. Ein Weg, der aber mit der Zeit zunehmend vernachlässigt wurde, also mehr und mehr zum „Lottersteig“ wurde. Wie übrigens seine Verlängerung heute noch heißt.

Klinik Bavaria Kreischa
PERSPEKTIVEN SCHAFFEN – TEAMGEIST (ER-)LEBEN
PERSPEKTIVEN SCHAFFEN – TEAMGEIST (ER-)LEBEN

Wir sind die KLINIK BAVARIA Kreischa - eine der führenden medizinischen Rehabilitationseinrichtungen in Ostdeutschland.

Möglicherweise entstand der Name also auch durch eine „Entschärfung“ von „Lottersteig“. Jedenfalls taucht der „Ottersteg“ schon auf einem Stadtplan 1909 auf: von der heutigen Südstraße bis zur bereits damals dort gelegenen Ziegelei.

Als in den 1920er Jahren das Heimstätten-Wohnprojekt entstand, wurde der Ottersteg eingegliedert. Und heute ist dieser eine der prägenden Straßen dieses Wohnviertels. Der Ottersteg führt aber noch ein Stück darüber hinaus: einerseits als Einladung zum Wandern für die Bewohner der Heimstätten, andererseits offenbart er hier aber auch ein wenig, wie diese gesamte Vorstadtstraße gegen 1909 wohl ausgesehen haben mag.

Übrigens führt der Ottersteg in seiner Verlängerung heute tatsächlich bis zum Zittauer Ortsteil Eichgraben. Im Gegensatz zum, ihm teilweise parallel verlaufenden, „Eichgrabener Weg“. (Rß)