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Von der Elbe bis ins Seenland

Ein brandenburgischer Städteverbund will die Schwarze Elster wieder schiffbar machen. Jetzt soll auch Sachsen ins Boot geholt werden.

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Von Ralf Krüger

Übigau-Wahrenbrück. Die Schwarze Elster soll auf weiten Teilen ihres Flusslaufes renaturiert werden. Das erklärte Andreas Claus, Bürgermeister von Übigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster-Kreis) gestern gegenüber SZ. Er sei durch den seit vier Jahren existierenden Städteverbund „Gewässertourismus“ beauftragt worden, eine länderübergreifende Interessengemeinschaft ins Leben zu rufen.

Dem Verbund gehören bisher die Städte Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Übigau-Wahrenbrück an.

Umtrageplätze für Paddler

4,5 Millionen Euro wurden bereits in das Vorhaben investiert. Mit dem Geld wurden Anlegestellen und Umtrageplätze für Wasserwanderer gebaut. Zwischen Bad Liebenwerda und Kleinrössen sei auf einer Strecke von 25 Kilometern bereits wieder sanfter Wassertourismus für Paddler möglich, so Claus.

Langfristig sei in dem durch das Land Brandenburg geförderten Projekt geplant, den in ein enges Bett gezwängten Fluss zwischen dem Lausitzer Seenland bei Senftenberg und der Mündung in die Elbe zu renaturieren und einen sanften Tourismus aufzubauen. Im nächsten Jahr soll eine Tagung zu den nächsten wichtigen ökologischen und wirtschaftlichen Schritten stattfinden. Dazu werden auch die sächsischen Anliegerkommunen mit ins Boot geholt.

Die Schwarze Elster fließt von Elstra im Lausitzer Bergland durch Südbrandenburg bis nach Elster in Sachsen-Anhalt. Sie wurde wegen des Braunkohletagebaus stark reguliert, der Flusslauf verkürzte sich von ehemals fast 600 auf nur noch 180 Kilometer. (rak)