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Von der Gulaschkanone vor die Kamera

Kathleen Dathe aus Hartha wirbt auf einem Plakat für das Ehrenamt. Das Fotoshooting war ganz schön aufregend.

Kathleen Dathe aus Hartha steht an der Gulaschkanone. Sie hat für das Ehrenamt Modell gestanden.
Kathleen Dathe aus Hartha steht an der Gulaschkanone. Sie hat für das Ehrenamt Modell gestanden. © André Braun

Hartha. Seit etwa vier Jahren gehört Kathleen Dathe (30) zu den Johannitern. Künftig wird ihr Bekanntheitsgrad enorm steigen. Denn sie wirbt sachsenweit auf einem Plakat für das Ehrenamt.

Sie habe von der Plakataktion des sächsischen Innenministeriums auf Facebook gelesen. Models wurden gesucht. „Ich brauchte nicht lange für meine Entscheidung. Für mich stand fest, ich mache da mit“, so Kathleen Dathe aus Hartha. Es sei ihr wichtig, dass sich noch mehr Leute ehrenamtlich engagieren. Die Plakate sollen zeigen, dass Ehrenamt und Arbeit gut miteinander vereinbar sind. Deshalb wurden die Helfer, ob Johanniter, Feuerwehrleute, Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft oder der Malteser Hilfsdienst ihrem Arbeitsplatz fotografiert.

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Kathleen Dathe schickte ihre Bewerbung inklusive Bild per Internet nach Dresden. „Ich habe mich mit unserem Hochzeitsfoto beworben. Denn ohne meinen Mann, der sich sowohl bei den Johannitern als auch bei der Feuerwehr in Hartha engagiert, wäre ich nicht dort, wo ich jetzt bin“, sagte die Wahl-Harthaerin und zweifache Mutter.

Kathleen Dathe aus Hartha hat für das Werbeplakat für das Ehrenamt Modell gestanden. 
Kathleen Dathe aus Hartha hat für das Werbeplakat für das Ehrenamt Modell gestanden.  © André Braun

Bereits im Februar vergangenen Jahres erfuhr sie, dass sie ausgewählt worden war. Danach habe sie mit der Geschäftsleitung von Omega-Sorg gesprochen, und um das Einverständnis für das Fotoshooting am Arbeitsplatz zu bekommen. Das sei kein Problem gewesen, denn das Unternehmen, ist ein sehr guter Partner für ehrenamtliche Helfer. Im Mai stand dann das Shooting an. „Um die Garderobe musste ich mir keine Gedanken machen. Denn ich wurde in Einsatzkleidung fotografiert. Die Profis suchten nach einem geeigneten Platz zum Fotografieren. Währenddessen wurde ich geschminkt. Das ist eigentlich gar nicht mein Ding. Aber es musste sein“, so Kathleen Dathe.

Etwa zwei Stunden habe das ganze Spektakel gedauert. „Das war ganz schön anstrengend. Ich sollte immer zur Kamera schauen, auf Kommando lächeln und eine bestimmte Haltung einnehmen. Das war ganz schön aufwendig“, so die Harthaerin. Es sei eine schöne Erfahrung gewesen. Aber, Model wäre kein Job für sie. „Es geht mir um die Sache. Zum einen soll die Plakataktion dazu dienen, das Ehrenamt bekannter und Leute darauf aufmerksam zu machen. Zum anderen ist die Gewinnung von neuen Helfern für uns ganz wichtig“, sagte Kathleen Dathe.

Zur Präsentation der Plakate und Freischaltung des Internetauftritts der Aktion zum Tag der Sachsen stand sie nicht mit auf der Bühne. „Wir waren beim Florianstag der Harthaer Wehr im Einsatz.“ Und der hat bei Familie Dathe Priorität, da Erik Dathe der Vereinsvorsitzende des Fördervereins der Feuerwehr ist. Da müsse man schon vor Ort sein. Kathleen Dathe ist gelernte Köchin und ihrem Mann liegt die Gastronomie im Blut. Und eben weil ihm das Kochen Spaß macht, ist er auch zu den Johannitern gekommen.

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