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Von Falschparkern, die keine Falschparker sind

Radeberg. Sie tun eigentlich nichts verbotenes. Und doch behindern sie den Verkehr. Gemeint sind jene Autofahrer, die ihre Autos auf der Hauptstraße genau dort platzieren, wo Seitenstraßen abzweigen....

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Von Jens Fritzsche

Radeberg. Sie tun eigentlich nichts verbotenes. Und doch behindern sie den Verkehr. Gemeint sind jene Autofahrer, die ihre Autos auf der Hauptstraße genau dort platzieren, wo Seitenstraßen abzweigen. Denn das sorgt für echte Engpässe, die Autofahrer, die die Hauptstraße in Richtung Markt hinauffahren, sind dann gezwungen ein Stück über die Fußwege zu fahren. Doch im Moment können die Politessen der Stadt nicht eingreifen, weil die Falschparker gar keine Falschparker sind. Laut Beschilderung ist hier nämlich das Parken zwei Stunden lang kostenlos gestattet. Auch dort, wo es nun zu besagten Problemen kommt.

Das Thema spielte jüngst nun auch im Stadtrat eine Rolle. Maria Franke (Freie Wähler) hatte angemahnt, dass vor allem dort, wo der Obergraben auf die Hauptstraße trifft, dringend etwas gegen das Parken unternommen werden müsse. Bürgermeister Gerhard Lemm (SPD) hatte daraufhin zugesagt, dass sich die Stadtverwaltung des Themas annehmen werde. Stadtsprecher Jürgen Wähnert konnte nun erläutern, welche Lösung im Rathaus favorisiert wird: „Wir werden die Angelegenheit wohl mit Zusatzschildern lösen“, sagt er. Dann könnte unter den Parkplatz-Schildern der Zusatz stehen: Parken auf zehn Metern erlaubt. Damit ließe sich das Problem kostengünstig lösen.

Auch Pflanzkübel könnten zum Einsatz kommen

Möglich, so Jürgen Wähnert, wäre aber auch zusätzlich noch über weiteres Stadtgrün nachzudenken. Pflanzkübel, die an einigen Stellen das Parken unmöglich machen. „Es wird sich also auf jeden Fall in Kürze etwas tun, um die Sorgen der Hauptstraßen-Benutzer zu beenden“, verspricht der Stadtsprecher abschließend.