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Von Musikern und bequemen Besuchern

Ich bin oft in den Abendstunden in Bautzen unterwegs, und dann freue ich mich, wenn ich noch Leute treffe – und zwar nicht nur vereinzelt jemanden, der gerade mit dem Hund Gassi geht. Allzu viel ist vor allem in dieser Jahreszeit abends in Bautzen ja nicht los.

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Ich bin oft in den Abendstunden in Bautzen unterwegs, und dann freue ich mich, wenn ich noch Leute treffe – und zwar nicht nur vereinzelt jemanden, der gerade mit dem Hund Gassi geht. Allzu viel ist vor allem in dieser Jahreszeit abends in Bautzen ja nicht los. Aber wenigstens rund ums Theater herrscht meist noch Begängnis.

So war es auch vor ein paar Tagen. Allerdings wunderte ich mich, warum da mal wieder so viele Autos zwischen Theater und Goschwitzstraße standen. Außer den Stellflächen am Evangelischen Kindergarten ist der Bereich eigentlich nicht fürs Parken vorgesehen. Doch das wird – ähnlich wie von den Kneipenbesuchern in der Altstadt, die am liebsten bis an den Tresen fahren möchten – von einigen Theaterbesuchern ignoriert. Dabei gibt es doch gleich nebenan ein Parkhaus. Ob da die zwei, drei Euro fürs Parkticket abschrecken? Wer sich eine Theaterkarte leisten kann, sollte die auch noch übrig haben. Oder eben ein paar Meter weiter laufen. So wie die Künstler des Abends. Die Musiker der Lausitzer Philharmonie stiegen nämlich gerade mit Instrumentenkoffer über der Schulter und Bühnengarderobe überm Arm aus dem Bus. Und der war nicht bis vor die Theatertür gefahren, sondern hielt in den Schilleranlagen, beobachtete Ihr Landstreicher