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Von Regenbogen, Rotwein und blauen Augen

Ein gut gefüllter Saal erwartet den Pirnaer Autor Peter Kraetsch bei seiner Lesung im Lohmener Schloss. Freunde, Bekannte, Verwandte und einfach nur Neugierige wollen sich Gedichte, Geschichten und Sonette aus seinem Erstlingswerk „Irgendwann“ nicht entgehen lassen.

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Von Sandra Hübener

Ein gut gefüllter Saal erwartet den Pirnaer Autor Peter Kraetsch bei seiner Lesung im Lohmener Schloss. Freunde, Bekannte, Verwandte und einfach nur Neugierige wollen sich Gedichte, Geschichten und Sonette aus seinem Erstlingswerk „Irgendwann“ nicht entgehen lassen. Auf dem Tisch steht eine Vase mit Sonnenblumen und ein Glas Rotwein.

Anke Troll, Bibliotheksleiterin in Lohmen, begrüßt die Gäste und übergibt das Wort an Ingrid Maikath. Kraetschs Verlegerin stellt kurz den Amicus-Verlag vor, und dann geht es auch schon los.

Peter Kraetsch nimmt Platz – und er ist sehr, sehr aufgeregt. Kein Wunder, schließlich ist es seine erste Lesung. Das Licht wird gedämmt und die Zuhörer sind gespannt. Vor ihnen sitzt ein lächelnder lebensfroher Mann mit abenteuerlustig blitzenden, braunen Augen. Er nimmt einen Schluck Rotwein aus seinem Glas, hält kurz inne und beginnt zu lesen.

Im ersten Teil lässt der Dichter die Zuhörer an seinem bewegten und bewegenden Leben teilhaben. Krankenhausaufenthalte, gescheiterte Beziehungen, Vatersorgen. Viele ergriffene und traurige Gesichter. Kurz vor der Pause erzählt er von einem Mann, der sich das Leben genommen hat. Seine Stimme und Miene lässt vermuten, dass es um ihn selbst gehen muss. Aber er kann es ja nicht sein - er sitzt ja hier vor dem Publikum. Oder?

Nach einer kurzen Pause, in der den Gästen eine kleine Stärkung mit belegten Broten und Wein angeboten wird, geht es weiter.

Leichtere Gedichte, Geschichten über Frauen, Liebe und blaue Augen - ein wichtiges Detail im Leben des Autors – ziehen jetzt die Zuhörer in ihren Bann.

Im dritten Teil liest Kraetsch Gedichte aus jüngster Vergangenheit und nichtveröffentlichte Werke vor, die er, um mit seinen Worten zu sprechen, „noch auf dem PC gefunden hat.“

Die anschließende Autogrammstunde wird von den Gästen intensiv genutzt. Der Autor schreibt den Zuhörern Widmungen und persönliche Worte in ihre Bücher. Für jeden hat er einen witzigen Spruch auf den Lippen.

Die von einem guten Freund liebevoll gestaltete Internetseite www.irgendwann-dasbuch.de stellt Neugierigen den Autor und seinen Gedichtband vor.