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Von Verständnis und Rücksicht

über die 50 in See und die 70 in Sandschenke

Carla Mattern

Eine Änderung der Geschwindigkeit auf einer vielbefahrenen Straße ist quasi ein Politikum. Denn Auto fährt so gut wie jeder. Und wer nicht selbst fährt, fährt mit jemandem mit. Jeder fühlt sich also in der Lage mitzureden. Wobei natürlich, wie bei allen Dingen, die Perspektive entscheidend ist. Wohne ich an einer Straße und einem Bahnübergang, muss ich Lärm und Auspuffgase ertragen. Oder wegziehen. Für die Einwohner in Sandschenke ist das nicht so schnell gesagt. Zum einen verkauft man nicht so leicht sein Grundstück. Zumal die Änderung mit der Geschwindigkeit auf der Straße gerade erst umgesetzt wurde. Es sprechen Gründe dafür, das zu tun. Aber es sprechen auch die Argumente der Anwohner dagegen. Das abzuwägen, liegt nicht in der Entscheidung der Stadtverwaltung oder des Stadtrates von Niesky. Das wurde deutlich gesagt. Aber die Einwohner aus Sandschenke, die extra nach Niesky gekommen waren, haben sich ausgelacht gefühlt. Eigentlich hatten sie sich Unterstützung erhofft. Zumindest Verständnis wäre angemessen und zu erwarten gewesen. Beides haben sie nicht bekommen aus ihrer Sicht. Das sehen wiederum Stadträte sicher anders. Eine Frage der Perspektive und der Betroffenheit, siehe oben. So gut wie jeder von uns ist allerdings betroffen, wenn er in See nicht akzeptiert, dass es eine Neuregelung auf der Umgehungsstraße gibt. Dann wird es teuer, gibt eventuell Knöllchen – und gefährlich für Einwohner, die darauf vertrauen, dass sich Autofahrer verhalten wie im Dorf und langsam und rücksichtsvoll fahren, statt zu rasen.

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