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Vorfreude auf den Spielplatz

Spielen im Freien ist in der Lohmener Kita zurzeit eingeschränkt. Ab Frühjahr wird alles besser.

Von Heike Wendt

Elf verschiedene Zäune grenzten die Kita Storchennest in Lohmen bisher ein. Maschendraht hinter der Hecke, Holzlatten, Metall – von jedem Zaunmaterial war bisher etwas dabei. Das weitläufige Gelände einmal zu umrunden, dauert eine ganze Weile. Die Zäune sind historisch gewachsen, so wie das gesamte Grundstück nach und nach verändert wurde. Das ist inzwischen nicht mehr TÜV gerecht. Das Storchennest bekommt in diesen Tagen eine moderne Umzäunung. Zur Straße hin wird ein Stahlzaun gebaut, auf den Seiten zu angrenzenden Grundstücken sollen es Stabgitterzäune sein, erläutert Bauamtsleiter Matthias Nestler. Zugleich wird der Außenbereich komplett umgekrempelt.

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Was vor ein paar Wochen begann, soll spätestens im Frühjahr fertig sein. Die Attraktion wird der „Burgberg“ mit Aussichtspunkt sein. Der für kindliche Verhältnisse hohe Berg mit Sandsteinmauer wird von einem „Fluss“ gesäumt. In dem fließt kein echtes Wasser. Helle, runde Kieselsteine erwecken den Anschein des Flusslaufes, der sich durchs Gelände windet. Er mündet in einem „See“, ebenfalls kieselsteinbedeckt und hat selbstverständlich Brücken zum Queren. Die Höhenunterschiede auf dem sonst flachen Gelände sind gewollt und kommen dem kindlichen Spiel- und Entdeckerdrang entgegen. „Die Kinder werden angeregt, neue Perspektiven einzunehmen“, erklärt Kita-Leiterin Susanne Gerber. Die Ideen für das Außengelände sind gemeinsam mit Architekten, Eltern und Elternrat entwickelt worden.

Der neue Berg ist nicht die einzige Erhebung auf dem Außenspielplatz. Einen Hügel mit Hangrutsche gab es schon vor den Bauarbeiten. Neu ist der Aufgang, er hat eine schmucke und stabile Holztreppe bekommen. Von dort ist es nicht weit zum Treff unterm Walnussbaum. Das stattliche Gehölz in geschützter Randlage lässt Raum für vielfältige Betätigung. Er wird noch eine Rundbank bekommen. Blühsträucher sind gepflanzt und geben dem Fleckchen eine schützende Struktur. Zwischen die Holzpfähle, die bereits gesetzt sind, werden im nächsten Jahr noch Äste geflochten, erklärt die Kita-Leiterin. Kinder werden mit einbezogen und lernen, wie eine natürliche Spielzone entsteht. Integriert in das neue Spielkonzept sind die Klettergeräte, die es schon vorher gab. Sie sind an neuer Stelle wieder aufgebaut.

Nicht alle Wünsche sind bei der Neugestaltung umgesetzt worden. Dazu gehört die eindringliche Bitte von Gemeinderat Michael Kloó (CDU), im Zuge der Bauarbeiten die Straße zu verbreitern. „Die Straße ist zu eng beim Be- und Entladen auf der Pestalozzistraße, Autos kommen kaum vorbei“, mahnte er in der Gemeinderatssitzung an. Besonders früh, wenn Kinder in die Einrichtung gebracht werden, sei es schwierig und unübersichtlich. Allerdings sieht die Gemeinde keine Möglichkeit zur Veränderung. „Wir haben das geprüft, können es aber nicht umsetzen“, sagt der Bauamtsleiter. Der Grund sind mehrere Bäume, deren Wurzeln nah an den Zaun reichen. Neue Pfosten vertrage der Wurzelbereich nicht. Deshalb bleibe die Straße unverändert in ihrer Breite. Das sind 4,75 Meter. „Damit ist die notwendige Breite für eine Anliegerstraße erfüllt“, sagt Matthias Nestler.

Gebaut wird von der Gemeinde zudem in der Krippe Krümelkiste auf der gleichen Straße. Dort bekommt der Außenbereich einen Zwergenhügel, Balancierstämme, das Spielhaus Mondsee mit Holzfrosch und ein Hexenhäuschen. Auch um diese Kita wird der Zaun erneuert. Insgesamt 101 000 Euro gibt die Gemeinde Lohmen für die Erneuerung der Außenanlage von Storchennest und Krümelkiste einschließlich Zaunbau aus.