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Vorschläge für Schöffenwahl liegen vor

Die Wahl der neuen Schöffen für die Gerichte geht in die nächste Runde. Bis Ende Juli mussten alle Städte und Gemeinden Vorschläge einreichen, aus denen jetzt ausgewählt wird, wer tatsächlich in den nächsten fünf Jahren Volkes Stimme bei gewichtigen Prozessen vertritt.

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Die Wahl der neuen Schöffen für die Gerichte geht in die nächste Runde. Bis Ende Juli mussten alle Städte und Gemeinden Vorschläge einreichen, aus denen jetzt ausgewählt wird, wer tatsächlich in den nächsten fünf Jahren Volkes Stimme bei gewichtigen Prozessen vertritt. Jetzt werden die vorgeschlagenen Personen überprüft, ob sie integer sind, informierte der Dippoldiswalder Amtsgerichtsdirektor Joachim Thomas. Dazu macht das Gericht Anfragen beim Bundeszentralregister, wo Vorstrafen gespeichert sind. Aber auch Erkundigungen nach einer Stasi-Belastung oder nach einem Offenbarungseid gehören zu dieser Routineüberprüfung.

Schließlich wählt ein eigener Wahlausschuss beim Amtsgericht dann die endgültigen Schöffen für die Wahlperiode von 2014 bis 2018. Es geht nicht nur um die Schöffen in Dippoldiswalde, sondern auch um die höheren Gerichtsinstanzen wie das Landgericht Dresden, wo ja auch Fälle aus unserer Region behandelt werden.

Schöffen sind als Laienrichter bei Verfahren von größerer Bedeutung dabei. Sie brauchen keine juristischen Vorkenntnisse, sondern sollen einfach mit ihrem Menschenverstand die Fälle beurteilen, über die das Gericht zu entscheiden hat. Bei der Urteilsfindung zählt ihre Stimme genauso viel wie die des Berufsrichters. (SZ/fh)