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Hoyerswerda

Vorschläge zur Belebung der Innenstadt

Wittichenau soll die Menschen berühren, sagt Birgit Bensch. Dann kommen sie auch wieder

Die Mitarbeiter des Bauhofes machen eine gute Arbeit, versichert Unternehmerin Birgit Bensch. Aber dennoch gibt es bei der Gestaltung des Marktplatzes noch Potenzial, sagt sie. © Foto: Hagen Linke

Eine ganze Reihe von Ideen haben Wittichenauer Unternehmer und Einzelhändler in der jüngeren Vergangenheit diskutiert, um die Innenstadt zu beleben und Einkaufsmöglichkeiten zu erhalten. Birgit Bensch, Inhaberin des „Babylädchens“ in der Hoyerswerdaer Straße, stellte sie am Mittwoch in der Sitzung des Stadtrates vor. Zwar habe die Stadt noch eine lobenswerte Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten, aber Unternehmer gehen mittelfristig in den Ruhestand, die Nachfolge ist unklar. „Wittichenau soll die Menschen berühren“, sagte sie. „Wer das erlebt, der bleibt und kommt wieder.“ Die Möglichkeiten der Einzelhändler seien begrenzt. Der lose Unternehmerkreis ist kein Verein, die Geschäftsinhaber sind stark im Tagesgeschäft eingebunden. Sie organisieren unter anderem die sehr beliebte Herbstveranstaltung „Einkauf im Feuerzauber“, die von der Stadt unterstützt wird. Einige Punkte, die nun fixiert sind, sollen Grundlage sein für weitere Überlegungen. Ein Citymanagement sei für eine so kleine Stadt wie Wittichenau sicher nicht notwendig, sagte Birgit Bensch. Die Einzelhändler wünschen sich aber einen interessierten festen Ansprechpartner im Rathaus, der zum Beispiel Unterstützung geben kann mit dem Wissen um Fördermittel. Auf der neu gestalteten Webseite sollten Geschäfte baldmöglichst genannt bzw. die Internet-Adressen verlinkt werden. Denkbar ist auch eine handliche Broschüre zu Einkaufs-, Gastronomie-, Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten. Wünschenswert sei ein deutlicher Hinweis auf die Stadtinformation, die in der Bibliothek in der Kamenzer Straße integriert wird, vielleicht mit einem Wegweiser vom Markt aus. „Die Innenstadt ist unsere Visitenkarte“, sagte Birgit Bensch. Grundsätzlich habe Wittichenau einen sauberen, gepflegten und übersichtlichen Marktplatz. „Aber es geht natürlich immer noch etwas schöner“. Vielleicht könnten Unternehmer oder andere Wittichenauer „Patenschaften“ für Pflanzkübel übernehmen? Und könnten Gastronomen oder Bäcker kostenlos Tische oder Stühle dort aufstellen. Laut Satzung zahlen sie bisher einen Euro pro Quadratmeter und Monat, sagte Stadtrat Mathias Kockert (CDU). „Wenn das ein Hindernis wäre, könnte man darüber reden.“

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