merken
PLUS

Vorsicht vor Haustürverträgen und Abo-Betrügern

Im vergangenen Jahr bekamen die Verbraucherschützer 600 Anfragen mehr als im Vorjahr. Das lag auch an der Flut.

Von Britta Veltzke

Landkreis. Probleme mit dem insolventen Stromanbieter Flexstrom, mit fadenscheinigen Mobilfunkverträgen oder Abmahnungen wegen Urheberrechtverletzungen hatten im vergangenen Jahr Verbraucher in ganz Deutschland. Ein Themengebiet, das das Einzugsgebiet der Verbraucherzentrale Riesa mehr als viele andere Regionen beschäftigt hat, war die Flut. „Das Hochwasser führte mal wieder zu vielen Unklarheiten rund um den Bau, Dämmung bis hin zu Energie- und Versicherungsfragen sowie Haustürverträgen, bei denen die Notlage der Betroffenen ausgenutzt wird“, so Sylvia Neubert, Leiterin der Filiale auf der Bahnhofstraße in Riesa. Sie stellte jetzt die Jahresbilanz der Verbraucherzentrale Sachsen im Landkreis Meißen vor. Deren Hauptsitz ist noch bis zum September in Riesa. Nebenstellen werden von hier aus in Großenhain und Meißen unterhalten.

Anzeige
Hautpflege ist aktive Gesundheitspflege
Hautpflege ist aktive Gesundheitspflege

Die Haut ist Schutzschild und Klimaanlage unseres Körpers - mit diesen Pflegeprodukten zum Aktionspreis hält man sie nachhaltig in Balance.

Schwerpunkte bei der Rechtsberatung lagen 2013 auch in den Bereichen Telekommunikation und Medien. Oft stellte, laut Jahresbilanz, die Abrechnung von Handyverträgen ein Problem dar, weil Rechnungen nicht immer nachvollziehbar seien. Probleme bekommen Verbraucher auch immer wieder mit Funk-Telefonen: „Der Kunde denkt, er würde einen regulären Telefonvertrag für einen Festnetzanschluss bestellen und bekommt am Ende ein Funktelefon, das unter Umständen in der eigenen Wohnung nicht oder nur sehr schlecht funktioniert“, berichtete Sylvia Neubert.

Ungebetene Abos für Zeitungen und Zeitschriften sind ein Dauerbrenner bei den Verbraucherzentralen. Auch in Riesa stehe regelmäßig ein Mann auf der Straße, der Passanten an Gewinnspielen oder Befragungen teilnehmen lasse, um schließlich in Erfahrung zu bringen, ob ein Abo auf Probe gewünscht sei, erzählt die Juristin Neubert. Dieses Probeabo entpuppt sich dann schließlich als reguläres Abonnement mit zwei Jahren Laufzeit.

Nicht enden wollen bei den Verbraucherzentralen zudem Beschwerden über unerwünschte Werbeanrufe. Die können Betroffene bei der Bundesnetzagentur melden. „Vielen Verbrauchern ist diese Beschwerdestelle jedoch nicht bekannt oder der Vorgang zu kompliziert. Hier versuchen wir zu helfen, wenn es wegen eines ungewollten Vertrages zu Werbeanrufen kommt“, sagt Sylvia Neubert.