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Vorwürfe zu Kliniken sind abstrus

Thomas Gey, Fraktionsvorsitzender der SPD, äußert sich zum Artikel „Grüne: Aufsichtsrat kontrolliert Klinik schlecht“ vom 1. April auf Seite 15: Aufgrund des Datums der Veröffentlichung am 1. April vermutete...

Thomas Gey, Fraktionsvorsitzender der SPD, äußert sich zum Artikel „Grüne: Aufsichtsrat kontrolliert Klinik schlecht“ vom 1. April auf Seite 15:

Aufgrund des Datums der Veröffentlichung am 1. April vermutete ich zunächst, bei dem Vorwurf von Herrn Oehmichen, die CDU-FDP-Koalition betreibe eine heimliche Privatisierung der Elblandkliniken, handele es sich um einen mehr oder weniger gelungenen Aprilscherz.

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Der Vorwurf, eine Mehrheit des Kreistags würde das Unternehmen durch überdimensionierte Neubaupläne bewusst in eine finanzielle Schieflage manövrieren wollen, um es dann an einen privaten Klinikkonzern verhökern zu können, ist auch ziemlich abstrus. Ein solches, politisch ungeheuerliches Vorgehen unterstelle ich selbst dem politischen Gegner im Kreistag nicht.

Beim weiteren Lesen zerstreute sich die Hoffnung auf einen Aprilscherz dann doch recht schnell. Pauschales Aufsichtsrats-Bashing, uneingeschränktes Eigenlob mit dem Tenor, die Grünen haben schon immer alles vorher gewusst, gepaart mit einigen Allgemeinplätzen, zum Beispiel dass in Radebeul ein enormer Modernisierungs- und Sanierungsbedarf bestehe, dem sich Aufsichtsrat und Kreistag stellen müssten, komplettieren die Aussagen.

Wirklich Neues ist den Ausführungen des Sprechers der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitspolitik der Grünen nicht zu entnehmen; man spürt nur den beginnenden Kommunalwahlkampf.

Ich persönlich wünsche den Grünen im Landkreis Meißen bei den kommenden Wahlen so viel Erfolg, dass sie als eigenständige Fraktion in den Kreistag einziehen, und in den Gremien, insbesondere dem Aufsichtsrat der Elblandkliniken, verantwortlich politisch mitgestalten können.

Dann könnten derartige vollmundige Erklärungen, die niemanden nützen, den Elblandkliniken aber eher schaden, zur Profilierung überflüssig werden.