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VR-Bank hat ein Jahr nach dem Hochwasser wieder offen

Die Bank hat viel Geld in die Prävention gesteckt.

Von Jens Hoyer

Ein Jahr nach dem Hochwasser hat die VR-Bank gestern ihre Geschäftsräume am Niedermarkt wieder in Betrieb genommen. Die Vorstände Angelika Belletti und Torsten Bruß begrüßten die ersten Kunden mit einem Glas Sekt. „Man kann so etwas schneller wieder aufbauen. Aber es sollte nachhaltig sein“, sagte Bruß. Wie viel Aufwand in der Sanierung steckt, sieht der Kunde meist nicht. Die Fußböden sind jetzt hochwassersicher in Gussasphalt ausgeführt, und vor allem sind die technischen Anlagen verlegt worden. Die Heizzentrale etwa steckt nicht mehr im Keller der Bank, sondern ist in einen ehemaligen Beratungsraum im Erdgeschoss eingebaut worden – und zwar über der Hochwassermarke von 2013. Die Innenwände sind jetzt teilweise aus Beton, damit sie auch mal im Wasser stehen können und nicht gleich herausgerissen werden müssen. Fenster und Türen lassen sich nach außen mit Stellwänden abschotten. Der Keller ist mit einem Pumpensystem ausgestattet worden, das im Fall der Fälle das Wasser einige Zentimeter unter der Kellerdecke hält. Den Keller ganz trocken zu halten, sei aus statischen Gründen zu gefährlich – das gesamte Haus könnte wegen des Auftriebs Schaden nehmen.

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Das Hochwasser im vergangenen Jahr hat rund 1,1 Millionen Euro Schaden hinterlassen. Noch mal 500 000 Euro investiert die Bank in die Prävention. Ganz fertig ist sie mit dem Sanieren noch nicht. Am Haus Niedermarkt fehlt die hintere Fassade. An der vorgehängten Metallfassade gab es Korrosion durch das aggressive Wasser – wahrscheinlich noch vom Hochwasser 2002, sagte Angelika Belletti. Jetzt lässt die Bank die Fassade bis August massiv wieder aufbauen. Die Büros, die dahinter liegen, sollen vermietet werden. Durch das Zusammenlegen von Abteilungen nach der Fusion mit Freiberg benötige die Bank nicht mehr so viel Platz. Auch die Sanierung der Treppenhäuser ist vorgesehen. Die hatten schon nach 2002 Risse bekommen, die jetzt noch größer wurden. Statisch seien das zwar unbedenklich, optisch aber sehr unschön, so Belletti.