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Wachau mit großen Plänen

Mehrere Projekte werden in diesem Jahr erledigt. Größte Baustelle ist der Flutschutz.

© Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

Schritt für Schritt

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Der Haushalt von Wachau ist noch nicht verabschiedet und doch ist schon jetzt klar, die Gemeinde hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen. Dafür spricht die Zahl der Bauprojekte in den nächsten zwölf Monaten. Die SZ stellt die wichtigsten Vorhaben vor.

Straßen in Feldschlößchen werden erneuert

Ein Rückzieher ist jetzt nicht mehr möglich: Vor mehr als einhundert Gästen beim Neujahrsempfang hat der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) angekündigt: Im Ortsteil Feldschlößchen werden in diesem Jahr weitere Straßen in Ordnung gebracht: der Blumen-, der Hügel- und verlängerte Jägerweg. „So viel darf ich schon verraten: Mittel dafür haben wir in den aktuellen Haushalt eingestellt“, sagte er. Der Blumenweg soll eine Fahrbahn aus Asphalt mit einer Breite von 4,10 Metern erhalten. An einer Seite wird ein Parkstreifen angelegt. Auch der Hügelweg wird 4,10 Meter breit werden. Der Randstreifen zum Parken wird hier weggelassen. Der Jägerweg kann nach Angaben der Planer nicht verbreitert werden, da die Grundstücke bis an den Weg heranreichen. Die Fahrbahn soll deshalb nur 2,85 Meter breit sein. Zwei Autos kommen nicht aneinander vorbei. An den Wegen werden die Lichtmasten neu angeordnet, am verlängerten Jägerweg werden sie komplett erneuert.

Arbeiten zum Flutschutz in Leppersdorf gehen weiter

Bis Ende des Jahres sollen auch die Arbeiten am zweiten Abschnitt Hochwasserschutz in Leppersdorf abgeschlossen sein, sagt der Bürgermeister. Sie waren Ende 2014 unterbrochen worden wegen des Fischbestandes in der Kleinen Röder. Nach der Laichzeit können sie erst im Frühjahr wieder fortgesetzt werden. Der Oberlauf der Röder wird gereinigt und gleichzeitig die Sohle ein Stück tiefer gelegt. Zusätzlich schrägen die Bauleute, dort wo es möglich ist, die Ufer an. Das erhöht die Kapazität des Flusses ebenfalls. Dort, wo es möglich ist, werden Ufermauern abgerissen oder zurückgesetzt. Auch die Flusssohle soll begradigt werden. Die Sträucher und Bäume, die entlang des Ufers gewachsen sind, kommen weg. Für sie werden Ersatzpflanzungen festgelegt. Die Flusssohle wird mit großen Steinen ausgelegt. An einigen Stellen ist das schon geschehen. Jetzt werden die restlichen Abschnitte von Dorfteich flussaufwärts ausgebaut. Kosten: insgesamt knapp eine Million Euro, wovon der Großteil vom Freistaat kommt.

Neues Bushäuschen in Leppersdorf entsteht

Im Zusammenhang mit dem Flutschutz steht die Errichtung eines weiteren Bushäuschens an der Haltestelle Pulsnitzer Straße/Alte Hauptstraße in Leppersdorf. Auch das wird in diesem Jahr endlich errichtet. Allerdings müssen zuvor die Hochwasserschutzarbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sein. Eigentlich sollte es schon viel früher errichtet werden. Doch genau an der Stelle, wo das Häuschen hin soll, befindet sich die Zufahrt für Baufahrzeuge für die Hochwasserschutzarbeiten. Leppersdorf wird von den Bussen der Linie 309 angesteuert.

Wachauer Kirchteich wird gereinigt

Auch am Kirchteich am Schlosspark in Wachau werden in diesem Jahr die Bauleute anrücken. Er ist besonders bei den vergangenen Hochwassern immer mehr versandet. Auch die Ufer sind überwuchert und die alte seit Langem nicht mehr genutzte Fußgängerbrücke droht einzustürzen. Jetzt soll das Gewässer wieder gereinigt werden. Das wird beseitigt. Die Kosten für die Planungen betragen rund 6 000 Euro. Was dann die eigentliche Reinigung des Teiches kostet, ist noch unklar. Die Bauarbeiten werden über die Stabsstelle Wiederaufbau „Hochwasser“ beim Landratsamt Bautzen gefördert. Wann sie genau stattfinden, ist noch unklar.

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