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Viele Erinnerungen an alte Wäschemangeln

SZ-Leser möchten das Ausstellungsprojekt des Heimatvereins Eckartsberg unterstützen.

Sogar aus dem niedersächsischen Scheeßel im Landkreis Rotenburg/Wümme kam Resonanz auf den SZ-Beitrag in Sachen Wäschemangeln. Herr Beckmann schickte ein Bild mit Oberlausitz-Bezug. Es zeigt eine Herrnhuter Mangel.
Sogar aus dem niedersächsischen Scheeßel im Landkreis Rotenburg/Wümme kam Resonanz auf den SZ-Beitrag in Sachen Wäschemangeln. Herr Beckmann schickte ein Bild mit Oberlausitz-Bezug. Es zeigt eine Herrnhuter Mangel. © privat

Die Frage "Wer kennt noch alte Wäschemangeln?"aus dem SZ-Beitrag vom März führte zu einer enormen Resonanz. Der Heimatverein Eckartsberg, der im Dorfmuseum eine Ausstellung zu den "Wäscheglättmaschinen" plant, bedankt sich für mehr als 30 Zuschriften. Über fast 80 Mangel-Standorte in der Region informierten die SZ-Leser. Zahlreiche, teilweise sehr umfangreiche, Hinweise kamen auch aus dem Oberland und der Löbauer Gegend.

Die vielen Reaktionen zeigen, wie tief diese einst flächendeckende Infrastruktur im Bewusstsein der Menschen verwurzelt ist. Viele erinnerten sich an die regelmäßigen Besuche dieser preiswerten Textilpflege-Einrichtungen. Manche kannten sie noch persönlich, viele waren als Kinder zur Unterstützung der Muttis dabei. Obwohl, wie ein zugesandtes Bild mit Verbotsschild zeigt, für Kinder meist der Zutritt untersagt war. Nicht ohne Grund, denn eine Leserin berichtete, dass Anfang der 1960er Jahre in Schlegel ein Kind in einer Mangel zu Tode kam.

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Häufig wurde mitgeteilt, dass die monströsen Maschinen hierzulande meist „Rolle“ genannt wurden. Einige Leser haben noch Rolltücher zu Hause und boten sie dem Verein an, manche sogar Maschinenteile. Auch Fotos wurden zur Verfügung gestellt. Solche „anfassbaren“ Dinge könnte es gerne noch mehr geben, findet der Eckartsberger Verein im Hinblick auf eine künftige Ausstellung. Eine Landkarte der Standorte kann aber auf jeden Fall schon erarbeitet werden. Allein für Zittau wurden von den Lesern 26 (!) Standorte angezeigt. Das ist nicht verwunderlich, da die Firma L. A. Thomas aus Großröhrsdorf, von der auch die Rolle im Eckartsberger Museum stammt, insgesamt 35 Mangeln nach Zittau geliefert hat. Das belegen deren Geschäftsbücher, die im Großröhrsdorfer Technischen Museum der Bandweberei vorhanden sind. Die Großröhrsdorfer haben übrigens den erwähnten SZ-Beitrag auch gelesen und Kooperation versprochen. 

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Ebenso signalisierten das Deutsche Damast- und Frottiermuseum Großschönau Unterstützung wie auch das befreundete Heimatmuseum Dittelsdorf. Die Angebote der Museen sind in Eckartsberg natürlich besonders willkommen. Auch weiterhin freut sich der Heimatverein Eckartsberg über Hinweise und Unterstützung jeglicher Art zum Thema Wäschemangeln.

Kontakt: per Post an Heimatverein Eckartsberg,Feldstraße 7, 02763 Eckartsbergmail [email protected]

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