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Wagemutige im Eiskanal

Ex-Skeleton-Weltmeisterin Diana Sartor fuhr mit Freizeitsportlern um die Wette. War sie diesmal im Eiskanal zu schlagen?

Von Mandy Schaks

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Was beim Skeleton-Cup für jedermann in der Kasse hängengeblieben ist, weiß Diana Sartor noch nicht genau. Aber: Alle 25 Starter, die sich am Sonnabend angemeldet hatten, sind heil durch die Bobbahn gekommen. Gestartet wurde zwar nicht von ganz oben, doch es gehört schon einiges dazu, sich bäuchlings auf den Schlitten zu legen und kopfüber mit bis zu 80 Kilometer pro Stunde durch die Kurven zu donnern. Der älteste Starter war immerhin schon über 70. „Es hat allen viel Spaß gemacht“, sagt Diana Sartor, „auch wenn es nicht ganz ohne blaue Flecken abging.“

Zum 17. Mal hatte die Abteilung Skeleton des SSV Altenberg zu dieser Veranstaltung eingeladen, um die Sportart bekannter zu machen und für Touristen auch mal etwas anderes auf die Beine zu stellen. „Die finden das Angebot gut“, sagt Diana Sartor. Auch Geschäftsleuten und Hoteliers gefällt das, sodass sie gern den Skeleton-Cup unterstützen. Nur wünschten sich die Organisatoren hin und wieder mehr Resonanz. Denn dahinter stecken viel Arbeit und auch Kosten. So muss zum Beispiel die Bahn gemietet werden. Und am liebsten ist den Veranstaltern, wenn am Ende noch was von den Startgebühren übrigbleibt.

Die Erlöse sind in diesem Jahr wieder für die Nachwuchsarbeit beim SSV bestimmt. Darüber hinaus wollte Diana Sartor gern noch die Tour der Hoffnung unterstützen, bei der sie diesmal nicht mit anderen Prominenten mitradeln wird, um Geld für krebskranke Kinder zu sammeln. Diesmal hat sie einen anderen wichtigen Termin: Schuleinführung ihres Kindes. Doch große Sprünge wird sie mit den Erlösen nicht machen können. Dafür war das Starterfeld nicht groß genug. Leider hatten einige Teilnehmer noch absagen müssen, aber sie wollen unbedingt nächstes Jahr kommen, sagt Diana Sartor. Das ist immer wieder die Motivation für die Organisatoren, weiter zu machen. Denn unter den Startern sind auch etliche Stammgäste. Einer zum Beispiel ist Holger Menzer, Manager des Naturschutzgroßprojektes Bergwiesen im Osterzgebirge, der seit Anfang an dabei sei und inzwischen schon seinen Sohn mitbringt. Auch Gäste aus Berlin wären jetzt schon das zehnte Mal mitgefahren. Warum sie deshalb immer wieder ins Osterzgebirge kommen, weiß Diana Sartor auch nicht. Aber vielleicht ist es der Reiz, die einstige Skeleton-Weltmeisterin aus Bärenfels einmal im Eiskanal zu schlagen. Das ist nämlich einer der Wettbewerbe, um die es beim Cup geht. Und tatsächlich hat das schon einmal einer geschafft. Bodo Hühnerbein aus Berlin war 2009 der schnellste. Diana Sartor kann sich noch gut daran erinnern und weiß auch, woran es gelegen hat. „Es schneite, er fuhr als Erster und ich als Letzte.“ Da war das Eis stumpf.

Doch Diana Sartor wusste, was zu tun ist, damit ihr das nicht noch einmal passiert. „Daraufhin habe ich das Reglement geändert, und ich fahre immer als Erste“, erzählt sie schmunzelnd. Das darf sie auch. Immerhin hat sie Skeleton erst ins Osterzgebirge gebracht und die Abteilung beim SSV erfunden. Das war vor 20 Jahren. In Glanzzeiten hatte die Abteilung 25 Mitglieder und mehrere Starter im Europa- und Weltcup. Davon ist leider mit dem Karriere-Ende 2008 von Diana Sartor nicht mehr viel übriggeblieben, wie sie selbst bedauert. Deshalb auch die Anstrengungen, die Abteilung aufrecht zu erhalten und Nachwuchs zu fördern.

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