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Waggonbauer starten am 1. Januar als ELH Waggonbau Niesky neu

Die Auftragsbücher sind bis Mitte 2019 gefüllt. Ein Vertrag mit einem neuen Kunden steht kurz vor dem Abschluss.

Gelände des Waggonbau Niesky
Gelände des Waggonbau Niesky © SZ-Archiv

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk kann es für die Waggonbauer und die Stadt Niesky kaum geben. Nach der Zustimmung der letzten, der slowakischen Kartellbehörde, ist die Zukunft des Nieskyer Waggonbaus jetzt geklärt (SZ berichtete). Nachdem alle fünf zuständigen Kartellbehörden ihr Okay gegeben haben, tritt der im September notariell beurkundete Vertrag in Kraft. Ab 1. Januar 2019 null Uhr hat der Waggonbau Niesky einen neuen Eigentümer. Nach der sogenannten übertragenden Sanierung des Unternehmens wird es dann ELH Waggonbau Niesky GmbH heißen. Das sagt der Insolvenzverwalter Jürgen Wallner der SZ auf Nachfrage. Neuer Eigentümer ist das slowakische Unternehmen Tatravagónka mit Sitz in Poprad.

Jetzt geht es für die meisten Waggonbauer erst einmal in die verdienten Weihnachtsferien. Die Betriebsversammlung war kurz davor angesetzt worden auf den Mittwoch, „In der Hoffnung, dass bis dahin das Kartellamt entschieden hat“, sagt Waggonbau-Betriebsratsvorsitzender Peter Jurke. Obwohl schon einige Waggonbauer im Urlaub sind, seien recht viele da gewesen, so Peter Jurke. Die Erleichterung sei groß gewesen, dass jetzt die Fragezeichen weg sind, wie es weitergeht. Ohne Zustimmung des Kartellamtes wäre noch einmal von vorn begonnen worden, bestätigt der Insolvenzverwalter. Doch dazu kommt es nun nicht.

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Die Nieskyer starten in den nächsten Abschnitt der Firmengeschichte mit etwa 300 Mitarbeitern. Diese Zahl habe sich im Laufe des vergangenen Jahres bei einer natürlichen Fluktuation in etwa gehalten, so Jürgen Wallner. Er war nach dem für viele überraschenden Insolvenzantrag Ende 2017 ab dem 2. Januar als Insolvenzverwalter für den Waggonbau eingesetzt worden. „Wir freuen uns für die Leute, die gekämpft haben, damit es weitergeht“, sagt Jürgen Wallner.

Das sieht auch die Nieskyer Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann so. „ Ich war eigentlich immer optimistisch, dass es weitergeht, auch weil die Nieskyer Waggonbauer gute Qualität liefern“, sagt sie. Zum Neujahrsempfang der Stadt Niesky am 11. Januar hofft die Oberbürgermeisterin, dass für den Waggonbau Niesky jemand dabei ist, mit dem sie sprechen kann.

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Der Optimismus ist gerechtfertigt. Für die nächsten sechs Monate hat der Waggonbau Niesky volle Auftragsbücher, so der Insolvenzverwalter. „Die Auftragslage ist sehr gut.“ Positiv sei auch, dass es gelungen ist, einen neuen Kunden zu gewinnen. Er komme aus Europa, so Wallner. Ob es in Niesky eine kleine Feier geben wird zum Start nach der Insolvenz, das sei möglich, stehe aber noch nicht fest.

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