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Wahlkreise neu gemischt

Vor allem im Großenhainer Land haben sich die Zuschnitte für die Kommunalwahl geändert. Schuld daran sind die Einwohnerzahlen.

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Am 25. Mai müssen sich die Wähler bei der Abstimmung für ihre Kreistagskandidaten auf unbekannte Namen einstellen. Denn der Zuschnitt der Wahlbezirke wurde seit der vorherigen Kreistagswahl im Jahr 2009 geändert. Die Stadt Großenhain bildet jetzt gemeinsam mit den Gemeinden Lampertswalde und Schönfeld den Wahlbezirk neun, Thiendorf und Tauscha gehören dagegen künftig mit Radeburg und Moritzburg zum Wahlkreis acht.

Den Grund dafür erklärt Manfred Engelhard vom Meißner Kommunalamt folgendermaßen: Die Landkreise, die die Wahlbezirke bestimmen, müssen sich ans Kommunalwahlgesetz halten. Das schreibt vor, dass Einwohnerzahlen und natürlich Gemeindezusammenschlüsse zu berücksichtigen sind. Mindestens acht, höchstens 20 Wahlkreise darf ein Landkreis haben. Die jeweilige Einwohnerzahl darf nicht mehr als 25 Prozent von der Durchschnittszahl abweichen.

Der Landkreis Meißen hat sich nun entschieden, wie 2009 auch dieses Mal zwölf Wahlkreise zu bilden. Der Wahlkreis neun hatte zu Jahresbeginn 23 829 Einwohner, der Wahlkreis acht umfasste dagegen nur 19 468 Einwohner. Die Extremwerte liegen im Landkreis bei 25 711 Menschen (Wahlkreis 12: Zeithain und Strehla) beziehungsweise 16 688 Einwohner (Wahlkreis 7: Radebeul-Ost). Eine Grafik im Januar-Amtsblatt des Landkreises verdeutlicht die Aufteilung.

Für die Parteien und weitere Bündnisgruppen wird es deshalb noch entscheidender sein, bekannte Namen auf die Listen zu bekommen. Denn die Kreisräte entscheiden wichtige regionale Fragen. (SZ/krü)