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Waldbrände schnell gelöscht

Das heiße und trockene Wetter hat zu Waldbränden geführt. Im Süden scheint es sich sogar um Brandstiftung zu handeln.

© André Schulze

Von Wulf Stibenz und André Schulze

Dass aus kleineren Bränden in Jänkendorf, Bad Muskau, Zschornau und Görlitz keine Großfeuer wurden, war den Feuerwehrleuten der Region zu verdanken. Besonders knapp ist der Einsatz am frühen Mittwochnachmittag in Jänkendorf nahe dem Stausee Quitzdorf verlaufen. Kurz nachdem 12.45 Uhr die Sirene in Niesky Alarm heult, sind die Kameraden unterwegs. Und die Eile ist auch angebracht gewesen. Denn am Wacheberg bei der Zufahrt zum Stausee Quitzdorf brennt es am Waldrand. Die Gefahr war nicht zu unterschätzen, denn die heißen und trockenen Tage haben reichlich Zunder hinterlassen. Nieskys Stadtwehrleiter Steffen Block ist stolz auf seine Kameraden, die den Brand ruckzuck gelöscht haben. Und er sagt: „Das war der erste Waldbrand dieser Hitzeperiode.“ Zu diesem Zeitpunkt brennt es dann auch im Norden des Kreises in Bad Muskau – 50 Quadratmeter Wiese sind es hier.

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© André Schulze

Am Stausee bei Niesky ist unterdessen auch Waldbesitzer Michael Freiherr von Schacky aus Wiesa eingetroffen. Mit dem Blick auf allerlei Urat, eine alte Futterkrippe und alten Autoteilen geht er davon aus: „Das hat sich sicherlich nicht selbst entzündet.“ Ob das so ist, wird untersucht. Aber schon eine weggeworfene, glühende Zigarettenkippe kann hier zum Feuer führen, sind sich die Feuerwehrleute vor Ort sicher. Der Freiherr geht aber noch weiter und erinnert daran, dass hier schon früher ein Brandstifter im Nieskyer und Jänkendorfer Raum aktiv war. Umso mehr ist er von dem Einsatz der Feuerwehrkameraden begeistert. Für ihren schlagkräftigen Einsatz hat er nur Lob: „Die waren sehr schnell hier und sind offenbar sehr gut ausgebildet.“ Am Ende ist es auch die Kombination mit dem direkten und massiven Erstschlag gewesen, was hier Schlimmeres verhindert hat. Denn Hand in Hand haben nach der Alarmierung durch Leitstelle und Sirene die gut 20 Kameraden von Jänkendorf, Niesky und See agiert – und gewonnen.

Die Polizeidirektion Görlitz warnt unterdessen vor der Hitze – auch wenn es am Nachmittag einige kurze Schauer gegeben hat. In den Wäldern der Landkreise Bautzen und Görlitz gilt aufgrund der Trockenheit an vielen Stellen die höchste Waldbrandwarnstufe, so die Polizei. Unachtsamkeit könne da schnell zu einem Feuer führen. Schon am Dienstagabend waren Feuerwehr und Polizei zu drei Wald- und Wiesenbränden ausgerückt. Am Mittwoch dann die Feuer am Stausee und in Bad Muskau, sowie Görlitz. Und am Abend heulte die Sirene schon wieder.