merken
PLUS Döbeln

Waldheim im Lego-Fieber

Wegen des Ansturms wird die Ausstellung bis Ende August verlängert. Der Erfolg spornt die Steinchenbande zu weiteren Projekten an.

Marcel Ressel und Lukas Eschler (von links) an einem Modell der Zauberschule Hogwarts aus Harry Potter.
Marcel Ressel und Lukas Eschler (von links) an einem Modell der Zauberschule Hogwarts aus Harry Potter. © Dietmar Thomas

Waldheim. Angedeutet hatte es sich bei den Vorbereitungen der Lego-Ausstellung schon. Dass sie auf ein so großes Besucherinteresse stößt, damit hätten die Lego-Bauer aber nicht gerechnet.

Fast 700 Besucher sind seit der Eröffnung am 1. August bereits ins Stadt- und Museumshaus am Waldheimer Niedermarkt gekommen, um  die etwa 100 Modelle anzuschauen. 

Küchen-Profi-Center Hülsbusch
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!

Schon Goethe wusste: Essen soll zuerst das Auge erfassen und dann den Magen. Das gelingt besonders gut in einer schicken neuen Küche. Jetzt zum Küchen-Profi-Center Hülsbusch und sich beraten lassen.

Eigentlich sollte die Ausstellung nur noch an diesem Sonnabend geöffnet sein uns dann wieder abgebaut werden. Nun wurde sie aber bis zum 30. August verlängert, um noch möglichst vielen Interessierten die Möglichkeit zu geben, die „Welt der bunten Steine“ in Augenschein zu nehmen.

„Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass den Besuchern unsere Miniatur-Bauwerke so gefallen“, sagt Marcel Ressel, einer der Baumeister und Organisator der Schau. Immerhin haben der 34-Jährige und sein Bruder Max die Ausstellung mit viel Liebe zum Detail vorbereitet.

125.000 Einzelteile verbaut

Unter anderem ist eine Szene des Waldheimer Stadtfestes detailgetreu nachgebaut worden. Dafür wurden allein rund 40.000 Lego-Steine verbaut. Für alle Modelle, die unter anderem berühmte Bauwerke, wie das Taj Mahal, den Big Ben, die Oper in Sydney oder die Freiheitsstatue in New York zeigen, sind mehr als 125.000 Einzelteile verwendet worden.

Besonders aufwändig war für die Lego-Bauer die Stadtszene. Dafür benötigten sie allein rund 40.000 Steine.
Besonders aufwändig war für die Lego-Bauer die Stadtszene. Dafür benötigten sie allein rund 40.000 Steine. © privat

Dabei kamen viele verschiedene Lego-Linien zum Einsatz. „Unter anderem haben wir Lego-Technic, Architecture, Disney, Harry Potter und NinjaGo-Bausätze verwendet“, erklärt Marcel Ressel, der seit seiner Kindheit – wenn auch mit Unterbrechungen – dem Lego-Fieber verfallen ist.

Leidenschaft nach Jahren wiederentdeckt

Geweckt wurde die Leidenschaft, mit den kleinen Steinen zu bauen, aber erst vor zwei Jahren wieder. „Damals hat mir mein Bruder Max (23) einen Bausatz geschenkt. Seitdem lässt uns beide das Lego-Fieber nicht mehr los“, so der Waldheimer.

Von ihrem Hobby konnten die beiden auch mithilfe der Ausstellung noch mehr Leute begeistern. Lukas Eschler (32) ist neben den Ressel-Brüdern der Dritte im Bunde. Und es werden noch mehr. 

Eigene Interessengemeinschaft geplant

„Wir sind inzwischen sieben Leute und haben uns entschlossen, eine eigene Interessengemeinschaft unter dem Dach des Waldheimer Heimatvereins zu gründen“, sagt Marcel Ressel. Noch sind einige Formalitäten zu klären. Im Oktober könnte das Projekt aber bereits starten.

Einen Namen hat sich die Gruppe derweil schon gegeben: Als „Waldheimer Steinchenbande“ sind sie seit Freitag unter anderem bei Facebook zu finden.

Für die Zukunft gibt es schon viele Pläne. Vor allem Bauwerke von Waldheim wollen sich die Modellbauer künftig vornehmen. „Dazu benötigen wir aber die Maße und Baupläne. Die maßstabsgetreue Umrechnung übernehmen wir selbst“, so Marcel Ressel. 

Künftig wollen die Mitglieder der Steinchenbande versuchen, jährlich eine Ausstellung zu organisieren. Dabei wollen sie sich zunächst auf die nähere Umgebung wie Waldheim, Hartha und Leisnig konzentrieren.

Optimismus nach drei Monaten Schließzeit

Für das Waldheimer Stadt- und Museumshaus ist die gelungene Ferien-Ausstellung ein Glücksfall. „Sie lässt uns nach den Einbrüchen durch die Corona-Pandemie  wieder optimistisch in die Zukunft blicken“, sagt Romy Tippner, Mitarbeiterin Tourismus im Stadt- und Museumshaus.

Erst zu Pfingsten konnte die Einrichtung nach dreimonatiger Schließzeit wieder für die Besucher öffnen. „Aufzuholen sind die Einbußen nicht mehr, aber die Lego-Ausstellung lässt hoffen“, so Tippner.

Nach den Mini-Steinen kommt Modisches

Im September will das Team um Leiterin Barbara Hengst mit der Ausstellung „Modisches Waldheim“ noch einen weiteren Treffer landen. Dabei geht es um die Firma Schade, die vor 75 Jahren mit der Produktion in Waldheim begann.

Gezeigt werden dabei unter anderem Kleidungsstücke und Modelle aus verschiedenen Jahrzehnten. Diese Ausstellung wird am 13. September eröffnet.

Geöffnet hat die Lego-Ausstellung bis zum 30. August von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Kontakt zur „Steinchenbande“ z.B. bei Führungen unter E-Mail [email protected]

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln