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Haftbefehl gegen Waldheimer Betrüger

Ein 47-Jähriger soll Gold- und Silbermünzen bestellt und nicht bezahlt haben. Die Verhandlung am Döbelner Amtsgericht schwänzt er schon zum zweiten Mal.

Symbolbild: Ein mutmaßlicher Betrüger soll am Amtsgericht Döbeln vorgeführt werden. Doch das gelingt nicht.
Symbolbild: Ein mutmaßlicher Betrüger soll am Amtsgericht Döbeln vorgeführt werden. Doch das gelingt nicht. © Norbert Millauer

Döbeln. Schon wieder sind die Zeugen umsonst auf das Gericht nach Döbeln gekommen. Zwar ist der Verteidiger des Angeklagten erschienen. Der Waldheimer selbst aber nicht.

Dem 47 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, in insgesamt sechs Fällen unter anderen Gold- und Silbermünzen, Briefmarken und Gedächtniskapseln bestellt zu haben. Insgesamt betrug der Wert mehr als 16.000 Euro. 

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Ursprünglich habe er angegeben, einen Teil nicht erhalten zu haben. Zudem sollen Dritte Waren nicht geliefert haben. Ihm wird zur Last gelegt, die Waren teilweise nicht bezahlt zu haben.

Angeklagter seit Monaten nicht mehr in seiner Wohnung?

Bereits zum zweiten Mal, blieb der wegen Betruges Angeklagte der Verhandlung fern. Nach dem ersten Mal hatte Richterin Ines Opitz die polizeiliche Vorführung des Mannes angeordnet. 

Doch am Morgen des zweiten Verhandlungstages teilten ihr Beamte des Döbelner Polizeireviers mit, dass sie ihn unter seiner Wohnanschrift nicht angetroffen haben. Sein Briefkasten sei überfüllt gewesen und Nachbarn hätten erklärt, ihn bereits seit vier Monaten nicht gesehen zu haben.

Daraufhin beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. Sobald der Waldheimer aufgegriffen und festgenommen sei, werde ein neuer Verhandlungstermin angesetzt.

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