merken
PLUS Döbeln

Kein Chaostag für Waldheimer Oberschüler

Der letzte Schultag ist deutlich ruhiger verlaufen, als in den Jahren zuvor. Eine Tradition haben die Zehntklässler aber trotzdem beibehalten.

Die Klassensprecher Leonie Burzinski (von links) und Moritz Niese sowie Elternsprecherin Anja John sitzen an der Biertischgarnitur, welche die Klasse 10 a der Waldheimer Oberschule geschenkt hat.
Die Klassensprecher Leonie Burzinski (von links) und Moritz Niese sowie Elternsprecherin Anja John sitzen an der Biertischgarnitur, welche die Klasse 10 a der Waldheimer Oberschule geschenkt hat. © privat

Waldheim. Verkleidete und bunt geschminkte Schüler, die Mehltüten werfend und laut grölend durch die Schule und durch die Stadt ziehen – auch dieses Bild hat in den vergangenen Tagen gefehlt.

Aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen fiel der „Chaostag“, wie der letzte Schultag oft genannt wird, buchstäblich ins Wasser. Auch an der Waldheimer Oberschule war das nicht anders. „Viele Schüler haben es mit Fassung getragen, aber einige wollten es nicht so richtig einsehen“, sagt Klassenleiter Thomas Sattler. Und weiter: „Solch einen ruhigen Abschlusstag hatten wir noch nie.“

Küchen-Profi-Center Hülsbusch
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!

Schon Goethe wusste: Essen soll zuerst das Auge erfassen und dann den Magen. Das gelingt besonders gut in einer schicken neuen Küche. Jetzt zum Küchen-Profi-Center Hülsbusch und sich beraten lassen.

Auf eine Tradition wollte seine Klasse, die 10 a, aber trotz Corona nicht verzichten: der Schule ein Abschlussgeschenk zu übergeben. Die Klasse schenkte eine sehr persönlich gestaltete Biertischgarnitur, auf deren Tischfläche sich die Schüler mit ihren Namen und Sprüchen verewigten. Elternsprecherin Anja John hat diese Schriftzüge dann ins Holz gebrannt und sie mehrmals lackiert.

>>>Über das Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Moritz Niese konnte sich ebenso wie seine Mitschüler gar nicht so richtig über den letzten Schultag freuen. „Die Stimmung war irgendwie bedrückend“, sagt Moritz. Die Klasse habe sich zwar getroffen, um das Geschenk an die Schulleitung zu übergeben, doch aufgrund der Abstandsregelung sei das eben nicht so wie sonst gewesen.

Immerhin musste die Klasse nicht auf das obligatorische Abschlussfoto verzichten. Doch auch das wurde auf spezielle Weise aufgenommen. „Wir haben auf dem Schulhof das Sinnbild AK 20 gebildet, das dann von einer Drohne fotografiert wurde“, berichtet Moritz Niese. AK 20 steht für Abschlussklasse 2020. Bei dieser Variante sei es kein Problem gewesen, den erforderlichen Abstand einzuhalten.

Schulleiter Jan Genscher bedauert es ebenfalls, dass der Chaostag ausgefallen ist. Auch weil sich die Schüler in den vergangenen Jahren immer ein lustiges Programm ausgedacht hatten. Das Drohnenfoto sei immerhin ein kleiner Trost. „Und über das Geschenk haben wir uns natürlich trotzdem gefreut“, so Genscher.

Der Schulleiter macht sich derweil schon Gedanken über den nächsten Höhepunkt. Für die Zeugnisausgabe muss sich die Schulleitung etwas einfallen lassen. „Aufgrund der Corona-Regelungen wird sie sich deutlich von dem unterscheiden, was wir wollten. Dennoch soll die Zeugnisausgabe in einem für die Schüler würdigen Rahmen gestaltet werden“, verspricht Genscher.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln