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Waldhufen erweitert Kita-Plätze

Die Nachfrage übersteigt die Kapazität der Krippe in Diehsa:Deshalb soll in Jänkendorf eine neue Gruppe eröffnet werden.

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Von Annett Preuß

Waldhufen will alle Wünsche von Eltern der Gemeinde nach einem Krippenplatz erfüllen. Weil die Einrichtung in Diehsa ausgelastet ist, sollen in der Kindertagesstätte in Jänkendorf die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine neue Gruppe eröffnen zu können. Geld soll im Haushalt eingeplant werden – ein Ergebnis der ersten Beratung zum Etat 2008.

Alle an einem Tisch

Dazu haben sich am Donnerstagabend in Nieder Seifersdorf neben den Abgeordneten auch Vertreter von Schule, Kindereinrichtungen und den vier Feuerwehren am Tisch versammelt – eine Gepflogenheit in Waldhufen und Gelegenheit, Wünsche vorzutragen und auf Probleme aufmerksam zu machen. „Das trägt zum Verständnis bei und zu einer offenen Zusammenarbeit“, sagt Bürgermeister Horst Brückner.

Monika Künast leitet die Kindereinrichtungen der Gemeinde in Diehsa, Jänkendorf und Nieder Seifersdorf: „Zurzeit haben wir zwölf Krippenanträge, aber nur noch einen freien Platz in Diehsa.“ Ihr Wunsch sei es, möglichst alle Kinder in der Gemeinde zu halten. „Verlieren wir sie jetzt an Nachbargemeinden, bekommen wir sie nicht wieder.“ In Jänkendorf werden zurzeit 38 Kinder im Kindergartenalter betreut. Das Gebäude lässt eine Erweiterung für Krippenkinder zu, sagt Horst Brückner: „Und die Einrichtung besitzt dafür bereits eine Betriebserlaubnis.“

Knapp 5000 Euro muss die Gemeinde investieren, um im Sanitärbereich unter anderem eine geforderte Windelspüle zu installieren. „Wir sind dazu verpflichtet“, sagt die Leiterin. Angesichts der Tatsache, dass Pampers die Stoffwindeln verdrängt haben, kann sich der Abgeordnete Roland Jäkel einen Kommentar nicht verkneifen: „Das lässt mich am Sinn mancher Verwaltungsvorschrift zweifeln.“

Schulden je Einwohner steigen

Der Schulumbau (SZ berichtete) und Straßenbau-Projekte sind 2008 Schwerpunkte, das geplante Investitionsvolumen liegt bei rund 2,4 Millionen Euro. „Ohne Kredit werden wir unser Programm nicht umsetzen können“, sagt Horst Brückner. Im ersten Entwurf liegt die Nettoneuverschuldung bei 345500 Euro. Die Schulden je Einwohner würden auf 866 Euro steigen. „Die Gemeinde kommt langsam in den bedenklichen Bereich der 1000 Euro/Einwohner“, sagt Dirk Beck, der Vorsitzende des Verwaltungsverbandes Diehsa, mit Blick auf weitere Kreditaufnahmen in den nächsten Jahren. Der Bürgermeister will sich deshalb mit der Kommunalaufsicht im Vorfeld eines Beschlusses beraten. „Wir brauchen einen genehmigungsfähigen, zukunftsorientierten Haushalt.“