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Waldpflanz-Aktion der Freizeitreiter

Weiße Nebelschwaden waberten noch über die Felder und die Teiche, als sich die bunte Menschenschar am Morgen unterhalb des Buchberges traf. Voller Tatendrang und Neugierde scharten sich die kleinen und großen Menschen um den Forstmann.

Weiße Nebelschwaden waberten noch über die Felder und die Teiche, als sich die bunte Menschenschar am Morgen unterhalb des Buchberges traf. Voller Tatendrang und Neugierde scharten sich die kleinen und großen Menschen um den Forstmann. Ulrich Koch berichtete Ihnen mit knappen Sätzen, wie er in seinem Revier den Waldumbau vorantreibt. Jedes Jahr werden in der Heide Tausende kleine Bäume gesetzt, um den Wald fit zu machen, damit er klimatischen Veränderungen und Schädlingsbefall trotzen kann.

Für die Pflanzaktion hatte Koch zweijährige Douglasien ausgewählt. Die Nadelbäume stammen ursprünglich aus den Rocky Mountains. Die zarten Bäumchen mit ihren weichen Nadeln begeisterten die Kinder sofort. Sie sollten in einer eingezäunten Fläche an der Kreuzung von H-Flügel und Schneise 11 gepflanzt werden. Ulrich Koch teilte fair die Arbeiten ein: Die starken Papas und Mamas graben. Die Kinder schaffen die Setzlinge herbei und stecken sie in den Boden.

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Was ist ein Göttinger Fahrradlenker? So heißt der moderne „Spaten“ der Waldarbeiter! Ulrich Koch hatte ausreichend dieser schweren Werkzeuge mitgebracht. Direkt vor Ort gab es noch einmal eine Arbeitseinweisung vom Profi – dann ging es los. Eifrig und gewissenhaft arbeiteten die Familien in ihren Reihen. Im Abstand von 1,5 Metern wurden die Mini-Douglasien eingepflanzt. Bei herrlichem Sonnenschein ging die Arbeit gut von der Hand. So mancher kam sogar richtig in Schwitzen. Der Revierleiter und sein Waldarbeiter waren sehr zufrieden mit ihren zupackenden Azubis. Gut gelaunt sprachen die beiden Einladungen für die kommenden Wochen und anstehende Pflanzungen aus. Einige Schulbuben nahmen begeistert das Angebot an. Die Papas erbaten sich noch etwas Bedenkzeit... Knapp zwei Stunden später war der Pflanzen-Nachwuchs in die Erde gebracht und die Fläche aufgeforstet. Für ein paar Minuten wurde es richtig feierlich. Jedes Kind bekam ein kleines Schild und durfte sich als Baumpate eine kleine Douglasie aussuchen und „markieren“. Isolde Rienecker vom Heimatverein kündigte an: „Und bei einer der nächsten Vereinswanderungen schauen wir nach, wie große unsere Bäumchen schon gewachsen sind.“

Der Arbeitseinsatz klang mit einem Imbiss und angeregten Gesprächen an der Wanderhütte auf dem Buchberg aus. Alle Akteure waren sich einig: Das war eine tolle Aktion! (SZ)