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Wanderampeln auf der B 101

In der Woche können Autofahrer am Abzweig Stroga halbseitig vorbeifahren, an den Wochenenden ist das anders.

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Von Birgit Ulbricht

Der riesige Bagger zieht rückwärts das Bankett ab, der Kipper folgt zum Abladen – während die Autos unbeeindruckt vorbeifahren. Die Warnbaken sehen viele Autofahrer erst im letzten Moment. Die Ampeln, die die Arbeiter von beiden Seiten der Kreuzung B 101/ Zabeltitz hin- und herrangieren, machen den Eindruck, als würden sie eingepackt. Doch es geht erst richtig los. Bis Ende April erneuert das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Fahrbahndecke der Bundesstraße 101. Vier Zentimeter neue Decklage kommen drauf. Dabei sieht die Asphaltschicht gar nicht so schlecht aus. Aber „die Straße ist überfällig“, so Andrej Tschertnikov von der Baufirma. Die Spurrillen sind zu sehen, nicht mehr lange und es gibt erste Risse und Ausplatzungen. Die Baustrecke beginnt genau vor Stroga am Abzweig Skaup, verläuft durch Stroga und endet an den Rastplätzen an der Bundesstraße. Und je nach Arbeitsgang wandert die Baustelle. Deshalb ist Vorsicht geboten. Per Wander-Ampel werden die Autofahrer an der Baustelle vorbeigeleitet. Entschieden hat sich das Landesamt für Straßenbau und Verkehr für diese mobile Variante des Bauens, damit der Rückstau nicht allzu lang wird. Mit einer kürzeren Sperrstrecke erhoffen sich die Planer auch kürzere Wartezeiten.

Geplant sind für die Ortslage deshalb nur ein 350 Meter langer und für die freie Strecke mehrere, bis zu 650 Meter lange Abschnitte. Die werden alle auch noch wechselweise halbseitig gesperrt. Also Vorsicht! Entspannt geht es dagegen an den folgenden Wochenenden zu: über die Dörfer. Denn dann ist die Bundesstraße voll gesperrt. An folgende Wochenenden ist sich jeweils freitags ab 16 Uhr bis zum Montag, 5 Uhr auf Vollsperrungen einzustellen: 10. bis 13. April, 17. bis 20. April und 24. bis 27. April. Leichte Entwarnung gibt das Straßenbauamt hingegen für Anwohner und Gewerbetreibende: Für sie wäre die Zufahrt zu den jeweiligen Grundstücken und Gewerbeflächen durchaus sichergestellt.

Auch Entsorgungs-, Not- und Rettungsfahrzeuge könnten in den einzelnen halbseitigen Baubereichen in Stroga durchfahren. Der öffentliche Personennah- und Schülerverkehr im Ortsbereich Stroga wäre zudem stets gewährleistet“, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Allerdings: Trotz intensiver Planungen könne es zu vorübergehenden Behinderungen kommen. Anwohner, Anlieger und Gewerbetreibende würden deshalb lieber vorsorglich um Verständnis gebeten, falls es doch Schwierigkeiten gibt.

All jene, die eigentlich nur durch Stroga hindurchfahren wollten, haben jedoch schlechte Karten. In Abstimmung mit den zuständigen Verkehrsbehörden würden ab Baubeginn Umleitungen eingerichtet. Demnach müssen Pkw-Fahrer aus Richtung Elsterwerda über Treugeböhla-Zabeltitz-Walda-Kleinthiemig die B 98 zur Bundesstraße 101 fahren. Autofahrer aus Richtung Meißen und der A 13 können nur über Skaup-Skäßchen-Strauch zur B 101 fahren. Der Lkw-Verkehr wird aus beiden Fahrtrichtungen über Skaup-Skäßchen und Strauch umgeleitet.